Gemeinsam statt allein
Shownotes
In dieser Folge sprechen Saskia und Jenny über ein zentrales Prinzip der Verbindenden Autorität: Netzwerke und Unterstützerinnen und Unterstützer. Denn gerade in herausfordernden Situationen mit Kindern und Jugendlichen müssen Eltern nicht alleine sein.
Sie schauen darauf, warum ein tragfähiges Netzwerk so entlastend wirkt, wie eine Netzwerkkarte helfen kann, Unterstützende sichtbar zu machen und weshalb es kein Zeichen von Schwäche ist, Hilfe anzunehmen - sondern von Stärke.
Außerdem teilen Saksia und Jenny persönliche Erfahrungen und konkrete Ideen für den Alltag:
- Wie finde ich Menschen, die mich unterstützen?
- Wen kann ich in schwierigen Situationen ansprechen?
- Warum verändert ein gutes Netzwerk oft schon die Haltung - bevor sich das Verhalten des Kindes verändert?
Eine Folge für alle Eltern, die sich manchmal allein fühlen.
Diese Folge macht Mut, Unterstützung aktiv zu suchen und zeigt, wie Verbundenheit zu mehr Präsenz, Gelassenheit und Handlungsfähigkeit führen kann.
Literatur:
Empfehlen wir gerne Eltern und als ersten Einblick in die Verbindende Autorität: "Das Geheimnis starker Eltern" von Haim Omer und Philip Streit, erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht
Das Handbuch des Netzwerk für Neue Autorität im deutschspachigen Raum (NeNA) gibt eine ausfühliche Einführung und Einblicke in die verschiedenen Anwendungsgebiete des Konzepts: "Neue Autorität – Das Handbuch: Konzeptionelle Grundlagen, aktuelle Arbeitsfelder und neue Anwendungsgebiete" von Bruno Körner (Hg.), Martin Lemme (Hg.), Stefan Ofner (Hg.), Tobias von der Recke (Hg.), Claudia Seefeldt (Hg.), Herwig Thelen (Hg.), ebenso erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht
Du hast Fragen, Beispiele aus dem Alltag oder möchtest eine Rückmeldung geben? Dann kontaktiere uns gerne unter: hallo@starkundnah.de
Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:11: stark und nahe.
00:00:12: eine Frage der Haltung, der Podcast über verbindende Autorität.
00:00:17: Hallo ich bin Saskia Keeling, Psychologin, Systemische Therapeuten und Coach für neue Autoritäten.
00:00:22: Mir ist Verbindung der Autoritet eine Herzensangelegenheit.
00:00:26: sie transportiert die Haltung.
00:00:28: du bist mir wichtig
00:00:29: was du tust
00:00:30: ist mir nicht egal.
00:01:04: Ja, hallo!
00:01:07: Hier ist Saskia.
00:01:08: Hallo, hier ist die Jenny!
00:01:10: Und ganz außen ums Weiße sitzen wir mal nebeneinander am Schreibtisch.
00:01:12: das hatten wir noch nicht.
00:01:14: Nee aber es wird heiss schön.
00:01:19: Wir haben uns überlegt dass wir heute gerne über Netzwerke sprechen wollen denn Netzwerken sind bei verbindender Autorität ein ganz wichtiger Baustein.
00:01:31: zu sagen wir sind nicht alleine mit wem wir gemeinsam, mit den ganzen Herausforderungen die so ein Kind und Jugendlicher mitbringt einfach den begegnen können.
00:01:44: Und genau das wenn es schwierig wird aber auch sonst
00:01:48: immer.
00:01:49: Richtig!
00:01:50: So, genau wir würden ein bisschen nochmal gucken... bevor wir richtig tief eingehen, überhaupt so ein paar Fragen zu beantworten.
00:02:00: Ja also warum müssen Eltern eigentlich nicht alles alleine schaffen?
00:02:03: Ich habe manchmal den Eindruck dass manche so denken, das hab ich in den Elternkursen sehr häufig so dieses erleben.
00:02:13: ja aber ich muss es doch alleine schaffen und dann habe ich doch vielleicht versagt oder so.
00:02:18: ne wenn ich das jetzt irgendwie nicht hinkriege ist was was ich sehr häufig höre
00:02:23: Oder ich dräng mich jemandem auf.
00:02:26: Wenn ich ihn frage, kannst du meinen Kind vom Kindergarten mitnehmen?
00:02:30: Wo jetzt wahrscheinlich die andere
00:02:32: Person
00:02:32: das vielleicht sogar sehr niederschwellig sehen würde und überhaupt kein Thema hätte.
00:02:37: Wenn nicht fragt weiß ich es auch
00:02:38: nicht.
00:02:39: Voll!
00:02:39: Und vor allen Dingen... Also ich merke das bei mir immer wenn mich jemand anfracht irgendwie.. Ich brauche nur Unterstützung von dir.
00:02:46: oder kannst du mir da und da helfen?
00:02:47: Ja natürlich sofort Eigentlich gar keine Frage.
00:02:52: Und andersrum, ich weiß nicht ob dir das so geht und andersrum ist, manchmal ziehe ich mich schon auch ein bisschen nachzufragen.
00:02:58: Wie schaut's denn aus?
00:02:59: Dürft ich?
00:03:00: Könntest du eventuell mehr gut wählen?
00:03:02: Manchmal geht mir das auch nicht ganz flott von den Lippen.
00:03:06: Das... Ich glaube bei jedem kommt da so'n bisschen drauf an!
00:03:11: Und trotzdem gerade wenn es im Alltag schon drin ist Also irgendwo wo es sich anbietet hat man ja oft, dass jemand in der Nähe wohnt mit ähnlich altem Kind.
00:03:25: Und da ist so viel Ansonergieeffekt drin auch wenn man vorher nicht total nah war.
00:03:31: aber dann mal Kind abholen oder mal Abends irgendwas gemeinsam regeln zusammen.
00:03:38: Abendessen hatte ich schon mal erzählt, dass wir das früher mit den Nachbarn gemacht haben.
00:03:42: Wir haben uns auch mit einer anderen Familie abgewechselt was vom Kindergarten abholen angeht und solche Dinge sind total hilfreich und zwar im Zweifelsfall für beide Seiten.
00:03:54: Wollte ich gerade auch nochmal einsteigen weil ich das auch total interessant finde wenn man sich dann einmal überwunden hat niemand zu fragen wie schön es für alle Beteiligten ist also Wie schön es ist, jemanden mitzukriegen.
00:04:07: Hey cool!
00:04:08: Die gibt gerade eine Hilfe oder eine Unterstützung die Person und freut sich total hilfreich sein zu dürfen und man selber ist entlastet und das finde ich total total schön.
00:04:21: Na jetzt, wir werden heute nicht über Kleinigkeiten sprechen.
00:04:25: Es geht ja im Zweifel bei Kindern und Jugendlichen um wirklich krasse Herausforderungen und Krisen wo wir wirklich einen Netzwerk brauchen.
00:04:32: Punkt da reden wir gar nicht ob oder ob nicht sondern es ist so Und manchmal kann man sich auch ein bisschen üben so bei Kleinigkeiten Hilfe anzunehmen.
00:04:42: Es geht Ja Auch nicht nur um üben, sondern Netzwerk entsteht ja nicht von heute auf
00:04:47: morgen.
00:04:47: Außerdem?
00:04:48: Sondern das ist eben dann da wenn es wirklich braucht, wenn ich's vorher auch schon mal versucht habe natürlich kann ichs wenn ich es wirklich brauche auch Menschen fragen und wir gehen davon aus Es hat immer jeder hat mehrere Menschen die da zur Verfügung stehen würden.
00:05:05: aber es ist total hilfreich einfach mit den Nachbarn schon gut in Kontakt bin und nicht erst, wenn das eine Kind sich den Kirschkern in die Nase gepopelt hat.
00:05:18: Und das andere Kind schlafen soll.
00:05:22: ich die Nachbaren fragen muss, kannst du nicht das Babyfond nehmen?
00:05:26: Sondern wir vorher uns einfach schon gut kennen!
00:05:29: Macht ein Unterschied, ne?
00:05:30: Ja genau.
00:05:32: Was muss man da betroppelt?
00:05:33: irgendwie Ding-Dong oder ein Kind hat einen Kirschkerl in den Nase... Scheiße!
00:05:39: Und das ist glaube ich so'n bisschen der Unterschied zu früher Also sehr sehr sehr früher wo wir noch mehr in sozialen Gemeinschaften aufgehoben waren also weniger isoliert Ich denke so'nn bisschen Geschichtsmenschen die sich da besser auskennen Die wissen jetzt da mehr darüber.
00:06:00: Ich denke schon vor Industrialisierung und vor diesem Zeitalter haben wir ja mehr in Verbünden gelebt, mehr an den Dörfern.
00:06:07: Es war noch wenig Verstetterung.
00:06:10: Und dann gab es einfach mehr Netzwerk.
00:06:13: Da gehörte das dazu, dass man sich aushilft.
00:06:15: Da hat man fast vermutlich ... viel Wind rumgemacht.
00:06:20: Na ja, dann passt die einer auf die Kinder der anderen auf, macht der was für die Anderen wird repariert oder keine Ahnung.
00:06:26: also ich glaube das ging viel organischer viel entspannter und heute ist vielleicht doch ein bisschen mühsamer geworden.
00:06:33: Und ich glaube es ist aber total unterschiedlich auch heute je nachdem wo ich lebe ob ich in der Großstadt in der Innenstadt lebe oder am Stadtrand oder in der Kleinstadt oder vielleicht auf den Dorf selber Offenheitssignalisiere und auf die Menschen zugehe.
00:06:53: Und auch wie die Stimmung
00:06:54: im Kindergarten
00:06:55: ist, ob sich da schon eine offene Stimmung gibt oder ob man sie erst irgendwie vielleicht
00:07:01: erzeugen müsste?
00:07:04: Da fällt mir jetzt gerade ein.
00:07:06: Ich bin ja mit zwei kleinen Kindern, die relativ nah beieinander gewesen sind, aber ich in der Stadt gewohnt.
00:07:14: Ich könnte gar nicht auf das Land weil ich glaube, ich würde echt untergehen diesen Anschluss gesucht.
00:07:20: Und es waren dann viele Freunde da, so einmal in der Woche ist er Tom gekommen und hat das Kind mal ein bisschen rumgeschoben und war zum Kaffee dringend da, einmal in einer Woche ist meine Mutter gekommen, einmal eine Woche meine Schwester und so.
00:07:30: Also ich hatte die Kontakte und ich dachte mir naja andere Mütter gehen ja auch in so Mütterngruppen und lassen sich da unterstützen und da habe ich vielleicht noch mehr Zugang zu den Themen.
00:07:43: Mein Schwester hat keine Kinder, meine Mama ist halt einfach schon ... Es ist eine andere Generation.
00:07:51: Da hat mir so ein bisschen dieser Austausch gefehlt, weil du gerade sagtest ... Man muss auch geschaffen sein und ich war einmal für zehn Termine, das weiß ich noch sehr genau, es waren zehn harte Termine in so ne Müttergruppe gegangen mit Singen und Klatschen und eigentlich mehr für die Müttern als für die Kinder.
00:08:08: Die haben mal die Hälfte überhaupt nicht mitgekriegt.
00:08:11: Ich fand's extrem schrecklich!
00:08:14: Und da gehts ... Ich weiß, dass wir uns damit beschäftigen.
00:08:18: Wer gehört eigentlich in mein Netzwerk?
00:08:19: Was ist hilfreich oder nicht?
00:08:21: Ich bin da nie wieder hingegangen und habe nie so eine Müttergruppe gemacht.
00:08:24: Ich finde es grausam fürchterlich!
00:08:27: Und lieber habe ich mich dann mit den erwachsenen Menschen, die vielleicht gerade keine Kinder haben oder schon lange keine Verantwortung zumindest für Kinder, mit denen lieber ausgetauscht als mit diesen anderen Müttern nichts gegen andere Mütten bringen.
00:08:43: Und ich hab solche Müttergruppen oder Gruppen für Kinder und Eltern durchaus genutzt.
00:08:50: Ich fand die sehr unterschiedlich, also ich fand welche ... Ja, das hat einfach gut getan da irgendwie ein bisschen Babymassage zu lernen.
00:08:58: Da habe ich nicht viel sonst rausgezogen.
00:09:01: aber es gab auch vor allem eigentlich die Geburtsvorbereitungskruppen wo ich tatsächlich Kontakte gefunden hab.
00:09:08: Wo wir uns dann danach privat auch getroffen und ausgetauscht
00:09:12: haben,
00:09:14: auch auf die Babys gegenseitig aufgepasst haben.
00:09:17: Und ich habe auch welche verworfen, auch wenn das einfach überhaupt nicht reingepasst hat gerade.
00:09:22: Und natürlich beim ersten sehr viel mehr als
00:09:24: beim zweiten.
00:09:25: Ja!
00:09:26: Beim zweiten Mal die rutschen somit, gell?
00:09:30: Also da glaube ich, ist es wirklich gut so ein bisschen auf sich zu hören.
00:09:35: Aufs Bauchgefühl und zu schauen was passt und was passt nicht.
00:09:39: Es soll ja wirklich eine Unterstützung sein und nicht schrecklich oder auch da muss ich jetzt irgendwie durch.
00:09:45: Ich glaub bei manchen Menschen kommt man nicht drum herum im Unterstützungssystem.
00:09:49: wenn ich so ans Jugendamt denke.
00:09:51: Da hab' ich halt ne die für mich zuständig is für diesen Bereich, für diesen Buchstaben wie auch immer Und manchmal sind die halt auch als unterstützende mit dabei und bei manchen passenden Mann nicht, muss man halt leider damit umgehen und leben.
00:10:06: Aber bei den anderen kann ich vielleicht schauen okay wen hole ich mir da rein?
00:10:10: Wer ist jetzt so meine Nasenlänge?
00:10:13: wie funktioniert das?
00:10:14: also das glaube ich ist ganz gut da wirklich auf sich zu hören
00:10:18: Und fast immer kann ich mir das ja wirklich aussuchen.
00:10:22: Also ich glaube das gängigste Beispiel dafür ist dass man Bei der Schule ist nicht immer kann, sondern dass es also Besprengelschulen gibt wo's einfach klar ist.
00:10:32: Dass das Kind da hingehen muss.
00:10:35: aber ganz oft ist es auch so, dass man durchaus bei Kindergärten das beeinflussen kann manchmal auch bei der Schule und ich glaube das ist total wichtig zu sagen okay dass ich schaue wo passt es für mein Kind bin ich daran auch irgendwie gebunden und muss auch damit ein bisschen umgehen, wer mein Kind betreut?
00:11:01: Ja.
00:11:02: Mir fallen jetzt hier auch ein zwei Leute ein die wirklich Schwierigkeiten hatten einen Papa wirklich Schwirigkeiten gerade mit dem Kindergarten weil schön wäre ja schon wenn man an einem Strang ziehen würde und da weiß ich zumindest das erleben war so, dass sie eben nicht an einem Strang gezogen haben und das war sehr schwierig.
00:11:23: Und hier würde ich verweisen nochmal auf die drei Stufen der wachsamen Sorge.
00:11:28: Das könnte man ja mit reinnehmen wenn es schwierig wird mit Leuten, die aber zu meinem Netzwerk eigentlich gehören sollten weil es geht um das Kind und es wird gemeinsam erzogen von zehnten Lehrern Lehrerinnen wie auch immer, da wirklich mehr in den Austausch zu gehen.
00:11:45: Mehr in Kontakt zu gehen und irgendwie zu schauen, wie kriegen wir hier eine gute Kooperation hin?
00:11:51: Wo ist der gemeinsame Strang, wo ist der kleinste gemeinsamen Nenner um hier wirklich eine gute gemeinsame Linie auch zu fahren und zwar im Sinne des Kindes?
00:12:02: Das kommt wahrscheinlich auch ein bisschen darauf an, worum geht es uns jetzt.
00:12:07: Wenn es wirklich darum geht dass gerade total schwierig ist mit Kind oder Jugendlichen dann muss man ja kooperieren An anderen Punkten wo man wenn das kind klein ist auch an anderen punkten ist Es.
00:12:20: vielleicht kann ich auch drüber hin wegsehen und kann sagen okay die ist nicht meine Kragenweite.
00:12:27: Aber die macht es als Fachkraft so, wie sie's macht und ich kann damit umgehen.
00:12:33: Mein Kind wird auch damit umgehend können, dass es einfach unterschiedliche Menschen
00:12:36: gibt.".
00:12:37: Was ja auch ein Reichtum ist?
00:12:39: Dass das Kind mitkriegt.
00:12:40: okay, es gibt unterschiedliche Stile herangehensweisen, unterschiedliche Kontakte, unterschiedlich Beziehungs- und Bindungspersonen.
00:12:48: Das gehört halt dazu!
00:12:49: Also da würden wir oder würde ich zumindest erst mal ... Zum einen zu Kooperation, aber zum anderen eben auch Zuggelassenheit.
00:12:57: Wenn es jemand
00:12:57: anders macht?
00:12:59: Ja.
00:13:00: Also da zu gucken für was ist jetzt gerade gut und für das ist es nicht gut.
00:13:05: also wo muss ich vielleicht in eine Verhandlung gehen im Dialog?
00:13:10: Und wenn's leichte Themen sind ja meine Güte Manchmal hat man aber schon etwas schwierigere Themen.
00:13:16: Das ist ja das Klientel was bei uns so kommt die Eltern wo es ein bisschen schwieriger Themen gibt, Krisen und Herausforderungen.
00:13:26: Und da ein gutes Netzwerk aufzubauen, das wirklich hinter einem steht – uns als Eltern und auch hinter den Kindern.
00:13:34: Ich würde dann einen Unterschied machen.
00:13:37: Da braucht man wirklich so ein Agreement, einen gemeinsamen Nenner und einen gemeinsam roten Fahrten.
00:13:44: Ihr habt jetzt schon gehört... Da kann auch das Netzwerk, die Leute, die drin sind, variieren.
00:13:48: Das müssen nicht immer Oman-Opa sein!
00:13:50: Ich finde manchmal sind Omanopas vielleicht auch wirklich gerade nicht die richtigen in so einem Netzwerk.
00:13:54: Aber dann kommen die ja bei uns früher und lasst doch mal oder haben wir vielleicht noch andere Vorstellungen und Ideen?
00:14:02: Und hier kann man sehr kreativ sein und gucken wie man ein Netzwerk reinholt.
00:14:08: Wen haben wir denn eigentlich schon und wem braucht es denn
00:14:11: eigentlich?!
00:14:12: Und da gibt es ganz unterschiedliche Personen.
00:14:16: Wir können hinterher noch mal gleich einen Unterschied machen zwischen dem wirklich, dem Netzwerk und dem was sage ich wem?
00:14:24: Das ist wirklich nochmal ein anderes Thema.
00:14:27: wir betrachten vor allem gerade das Netzwerk.
00:14:29: also wer kann mich, wer kann uns auch unterstützen in bestimmten Punkten bezüglich einem Jugendlichen der uns gerade vor Herausforderungen stellt, das wäre so der Fokus.
00:14:44: Oder vielleicht es gibt auch Kindergartenkinder wo das wirklich ein Thema ist und dieses Netzwerk haben wir sowie grad vorhin schon besprochen kann man wirklich sollte man eigentlich auch haben wenn's niederschwellig von Anfang an gut möglich ist und es ist.
00:15:01: aber wenns dann brennt ist es gut das zu haben existenziell wichtiges auszubauen.
00:15:10: Und da gehören Fachpersonen wie wir dazu, da gehört vielleicht mal das Jugendamt dazu aber da gehörten eben auch... Da gehört die Familie dazu möglicherweise, aber nicht unbedingt alle und da können eben auch Eltern und Freunde und Nachbarn und ganz viele Menschen aus der Umgebung dazugehören.
00:15:32: Und das finde ich ganz gut, dass du das gerade angesprochen hast.
00:15:37: Da nochmal zu unterscheiden... Das Netzwerk muss nicht immer gleich sein!
00:15:42: Es gibt unterschiedliche Themen und manchmal wechseln die Themen und dann gibt es vielleicht auch wechselnde Unterstützerinnen in diesen Netzwerken.
00:15:50: Es muss nicht mal das Gleiche sein.
00:15:52: Vielleicht kommt die eine Person bei dem einen Thema mehr zum Zuge als eine andere Person und das ist das Schöne, ja ich kann mein Netzwerk steuern.
00:16:01: Ich lade ein ins Netzwerk und ich kann auch ausladen aus dem Netzwerk wenn ich ne Person nicht hilfreich finde oder gerade für das Thema grad dass es nicht passt.
00:16:11: Und manchmal ist es so, dass wir Eltern nicht ausreichen Manchmal einfach andere Leute, die mehr Ahnung haben oder weil das Thema ein besonderes ist.
00:16:24: Lass es psychische Erkrankungen sein.
00:16:28: Lasst es Gewalt sein, die in irgendeiner Form stattfindet.
00:16:32: Dann sind wir als Eltern in einer gewissen Form leider raus und da müssen andere Menschen mehr reinkommen und ein bisschen noch Mitverantwortung übernehmen.
00:16:41: Ein Beispiel ... was ich ganz viel hab in der Beratungsstelle.
00:16:45: Wir machen auch Gutachten für LHS und Dyskalkulier, wo es für manche Familien einfach ungeheuer entlastend ist wenn die Kinder woanders üben und woanders lernen also dann Lerntherapie bekommen aber vielleicht auch eine Lerngruppe haben oder ne Nachhilfe und sowas outgesrost wird.
00:17:08: Also ne Lerntherapie ist dann sowieso Total hilfreich, weil dann einfach noch mal die anderen lernen.
00:17:14: Aber alles was zu dem Thema außerhalb passiert und entstresst die Familien oft wahnsinnig, weil ich den Kampf die Stunde schon mal nicht zu Hause habe.
00:17:26: Ich denke gerade an so Themen wie Essstörungen sind Eltern auch in einer gewissen Form.
00:17:33: ab einem gewissen Punkt raus sind meistens die Mädchen.
00:17:37: Ich bleibe mal jetzt bei den Mädchen, gibt selbstverständlich auch Jungs mit Magersucht zum Beispiel so an der Rixie.
00:17:44: Da sind dann die Eltern raus und können die Mädchenden die Verantwortung nicht mehr übernehmen.
00:17:48: und im Gewissen teilen auch die Eltern nicht mehr.
00:17:51: Dann müssen sie wirklich in eine Klinik oder wie auch immer wirklich mit Fachleuten oder eben therapeutisch angebunden um damit zurechtzukommen.
00:18:01: also es gibt gewisse Sachen Da müssen andere Menschen die Verantwortung übernehmen.
00:18:07: Das können auch wir Eltern ab einem gewissen Punkt nicht mehr tragen.
00:18:11: Depressive Episoden, Schizophrenie und solche Episodes sind wir als Eltern auch wirklich raus.
00:18:20: Da braucht es was anderes.
00:18:23: Braucht jemanden anders?
00:18:24: Da hast du auch berufliche Erfahrungen habe ich im Hinterkopf.
00:18:29: Mehr ist genug.
00:18:30: Es ist leider sehr scham besetzt, viele Eltern versuchen das noch ein bisschen zu deckeln und zu gucken, er ist ja nicht so.
00:18:39: Und bis man das auch merkt, oh Gott wie kann das uns passieren?
00:18:43: Du brauchst ein bisschen Fingerspitzengefühl.
00:18:46: habe ich die Idee oder kriege ich die idee?
00:18:49: Ich merke aber auch dass es die Eltern wahnsinnig entlastet wenn hier niemand kommt und sagt okay folgendes werden wir jetzt tun das und das in den nächsten Schritte und ich begleite jetzt dadurch diesen ganzen Prozess.
00:19:02: Und das ist was, was auch die Kinder und Jugendlichen wahnsinnig entlastet, weil sie erleben ja logischerweise die Eltern – und die haben es ja nicht gelernt – erleben die ja auch als hilflos.
00:19:13: So, jetzt bin ich eine Jugendliche!
00:19:14: Was weiß ich?
00:19:15: Lass mich….
00:19:16: Machen wir mit der Anorexie machen wir doch das.
00:19:19: Ich bin schon belastet, ich kenne mich nicht aus, ich habe meine Themen und meine Eltern können mir auch nicht helfen.
00:19:24: Jetzt bin ich lost.
00:19:26: so angenommen Merke jetzt, meine Eltern holen sich Hilfe.
00:19:29: Die gehen in eine Beratung, die gehen in die Klinik und fragen danach, wie sind die nächsten Schritte?
00:19:35: So dann kann ich schon auch das erleben haben... Jetzt kümmert man die Sicht rum!
00:19:40: Ich kann ein bisschen die Verantwortung abgeben.
00:19:43: Kann ich ja gerade als Anoregtergerin in einer gewissen Form eh nicht mehr.
00:19:47: Leben.
00:19:47: Aber es ist charmbesetzt, das darf man nicht vergessen.
00:19:50: und auch übrigens mit Gewalt!
00:19:52: Das ist was ich auch recht häufig erlebt dass Jugendliche Mädchen wie Jungs viel Gewalt ausüben oder Gewaltausüben ihren Eltern gegenüber und die Eltern auch wirklich Schiss haben und dann sich auch nicht trauen zu sagen Was weiß ich im Jugendamt?
00:20:08: Oder in einer Beratungsstelle des passiert gerade bei uns.
00:20:12: mein Jugendlicher baut sich bedrohlich vor mir auf oder die Jugendliche hatte schon ein Messer in der Hand und hat mich bedroht damit, oder hat mich geschubst.
00:20:20: Oder wie auch immer ja das ist so extrem scham besetzt unterbrauchen die Eltern auch ein bisschen Unterstützung.
00:20:26: also bis hin es gut viel Unterstützung
00:20:29: Und da sind so Themen dir nicht sofort weggehen sondern wo Ich dann als Elternteil immer noch meine Rolle, als Mama oder Papa weiter verfolge.
00:20:40: Selbst wenn das Kind in die Klinik geht oder in die Wohngruppen sind auch
00:20:44: manchmal wirklich total hilfreich.
00:20:46: Wenn es zu Hause schwierig wird habe ich in der Krisenhilfe und auch in der Beratungsstelle jetzt schon vielfach erlebt.
00:20:54: Und
00:20:55: das
00:20:55: ist total wichtig!
00:20:57: Auch Aufgabe der Fachkräfte Eltern und Jugendlichen dann gut in Kontakt bleiben.
00:21:03: Da braucht man wirklich keine Sorge haben, dass man da irgendwie dann außen vorbleibt sondern das ist etwas... wo die Jugendlichen dann eben in einem anderen Raum vielleicht nochmal andere Unterstützung bekommen und trotzdem mit der Familie also angeleitet werden, mit der Familiengut in Kontakt zu bleiben.
00:21:23: Und die Familie auch angeleitet wird.
00:21:26: Das sind Sondersituationen aber das ist ein doppelter Boden den wir haben.
00:21:33: Und oft genau das Richtige wie du sagst, das habe ich auch häufig schon erlebt.
00:21:38: Dann wohnt man vielleicht mal getrennt Und andere Leute übernehmen eben so diesen Heilungsprozess, stabilisieren und so weiter.
00:21:47: Vielleicht auch mal den einen oder anderen Konflikt der dann entsteht?
00:21:50: In dem Moment haben die Eltern die Chance, die Beziehung zu pflegen, wieder die Herzeln zu verteilen – wir erinnern mal an die Folge Beziehungsgesten – und da wirklich zu puffern und nochmal die Bezügen zu pflegen um dann wieder gemeinsam irgendwann zusammenzuwohnen und weiterzumachen.
00:22:08: Genau.
00:22:08: Und wir betonen das jetzt nicht so, weil wir sagen, dass machen... Das sollten jetzt viele Familien tun!
00:22:15: Sondern da sind wirklich die Notnagel, die unsere Gesellschaft eben hat und was aber trotzdem total gut ist für viele Familien zu wissen, dass es diese Notnagle gibt.
00:22:28: Fachkräfte und Eltern sind eben in der Position auch zu überlegen, was braucht das an Netzwerk?
00:22:35: Was ist jetzt da hilfreich, wen könnte man
00:22:38: noch ins Boot holen.
00:22:40: Und
00:22:40: mit wem kann man über etwas
00:22:41: sprechen?
00:22:43: für uns übrigens auch total wichtig manchmal dass wir das ja mit der Kollegin sprechen, dass wir uns anonyme Fachberatung holen wo wir Schweigepflicht warnt nochmal jemanden spezialisiert es mit reinholen, Supervision ist total wichtig und gängig in unserem Bereich.
00:23:02: Eigentlich verpflichtend fast schon würde ich sagen wäre gut.
00:23:05: Ja
00:23:06: genau und sowas brauchen Eltern auch.
00:23:08: also wir als Eltern brauchen auch die Menschen mit denen wir uns einfach austauschen können und das kann eine Beratungsstelle sein oder freie Praxis.
00:23:19: Das
00:23:19: kann aber
00:23:20: auch die beste Freundin sein vielleicht oder irgendeine Freundschaft, wo man einfach wirklich mal die Gelegenheit
00:23:28: hat zu erzählen wie ist
00:23:29: es gerade Zuhause was bewegt mich und das ist nötig ja?
00:23:34: Und dass Auch und gerade dann nötig, wenn mir mein Kind vielleicht signalisiert.
00:23:40: Ich möchte jetzt da meine Ruhe haben davor und es total schwierig wird.
00:23:44: Dann ist das auch nicht mehr unbedingt die Entscheidung von dem Kind sondern dann ist es wirklich auch meine Entscheidung, wem erzähle ich was?
00:23:52: Weil ich das vielleicht auch als Unterstützung
00:23:55: brauche.".
00:23:56: Und da würde ich gerne diese Frage stellen... Wann ist es ein Petzen?
00:24:02: Wann ist Unterstützung einholen?
00:24:04: und wenn mein Kind keinen Bock darauf hat, also verrate ich meinen Kind damit.
00:24:11: Es gibt ja Themen die sind unangenehm auch für das kindunangenehmen.
00:24:15: Und merke ich selber es gibt schon auch Themen bei uns.
00:24:19: Das darf ich echt nicht erzählen.
00:24:21: Das kann ich nicht nach außen bringen da schade vielleicht beim Kind.
00:24:24: Wo ist das Verrat am Kind?
00:24:27: Wo ist der Unterschied?
00:24:28: Es ist ja die Frage, für was ist es wann wie hilfreich?
00:24:32: Ja und wenn ich in dem Moment merke als Mutter brauche diese Unterstützung um wieder klar denken zu können dann würde ich sagen ist das hilfreich.
00:24:43: Wenn ich dann überlege wer weiß es übermorgen sonst noch weil die Patentante sich des Mauts reißt hinter unserem Rücken Dann ist es vielleicht nicht hilfreich, selbst wenn sie mir zwischenzeitlich gut zugehört
00:24:57: hat.
00:24:59: Das sollte man auch bedenken.
00:25:01: Wer macht dann mit diesen Infos was?
00:25:04: Wenn wir sozusagen in eine angemessene vernünftige Form der Öffentlichkeit schaffen darüber über bestimmte Themen zu sprechen... ...dann ist schon nicht ganz verkehrt zu überlegen, was die andere Person damit machen soll und wiefern ist die Vertrauens- würdig, kann ich mich dieser Person gegenüber öffnen.
00:25:25: und manchmal gibt es einfach Themen.
00:25:26: Da denke ich wieder an die drei Stufen der wachsamen Sorge wenn man dann auf Stufe Drei unterwegs sind da muss sich reden drüber.
00:25:33: das hilft nichts.
00:25:34: also wenn Gewalt passiert Wenn Schaden entsteht und Gewalt passiert im Geheim so wenn wenn Schaden entsteht ne das muss nach außen.
00:25:44: also vernünftige Öffentlichkeit Das hilft leider nichts, sich da eine Unterstützung zu holen.
00:25:50: Punkt!
00:25:51: Und
00:25:51: im Zweifelsfall werde ich immer dafür ein bisschen mehr Transparenz haben.
00:25:58: Es ist nicht eher rürig also ob Gewalt oder psychische Belastung oder vielfältige andere Themen.
00:26:06: belastende Themen haben wir alle und das mag unangenehm sein aber es
00:26:13: So
00:26:13: klar, dass es nötig ist da gegenseitige Unterstützung auch einzuholen.
00:26:20: Und so klar, das mein Gegenüber wahrscheinlich auch eine Oma mit Depression hatte oder...
00:26:26: Wo passiert denn sowas nicht?
00:26:28: In welchen Familien?
00:26:30: Naja!
00:26:32: Unter jedem Dachen.
00:26:33: ach!
00:26:36: Und weil du gerade sagst des Transparenz Ich hoffe ich hab dich jetzt grad nicht unterbrochen Auch Transparenz dem Jugendlichen oder dem Kind gegenüber.
00:26:45: Du pass mal auf, das ist so heftig!
00:26:47: Was jetzt hier passiert?
00:26:49: Hey Mensch ich mach mir Sorgen du hast da eine Erkrankung oder hey da passiert gerade Gewalt, da entsteht gerade in irgendeiner Form ein Schaden.
00:26:57: Das kann ich so nicht stehen lassen und mein Job als Mama ist mich darum zu kümmern Und Ich werde Unterstützung holen.
00:27:04: Und ich kann ja auch transparent sein und sagen okay, pass auf!
00:27:07: Der nächste Weg wird sein Ich werde die Tante XY mit reinholen ins Boot.
00:27:13: Ich werde ans Jugendamt gehen oder ich werde in eine Beratung gehen und gucken was machen wir jetzt damit?
00:27:19: Ja oder zum Beispiel Thema Drogen Ist auch ein eufiges Thema.
00:27:25: Und da ist es ja auch so, da habe ich vielleicht einen Anzeichen oder ich weiß das war in der Vergangenheit mal Thema und jetzt bin ich mir nicht ganz sicher aber es ist so nötig dem darin Blick drauf zu haben.
00:27:38: Das kann ich dem Kind dann auch sagen dass ich das da eng begleite in den Punkt und da auch messtrauisch sein werde.
00:27:46: Und so ein Kind braucht ja auch wirklich, dass okay die Eltern sind nicht hilflos.
00:27:53: Sie brauchen schon auch so ein bisschen die Idee.
00:27:55: Die Eltern können die Verantwortung übernehmen, sie sind stark und präsent.
00:28:02: Das ist mir nämlich noch gekommen.
00:28:04: Das letzte Mal, als wir auf der Tagung waren, haben wir ja die Väter erlebt zwei Stück mit jeweils einer Tochter, die wirklich ganz schwere Zeiten durchgemacht haben, Solizidalwahn, also Gedanken hatten sich umzubringen.
00:28:20: Und im Nachgang hat eins der Mädels gesagt, als sie gehört hat, dass der Vater in so einer Elterngruppe ist und sich Unterstützung holt.
00:28:27: Dass auch die Schwester übrigens aufgehoben ist therapeutischer Unterstützung kriegt das hat sie total entlastet.
00:28:32: da musste Sie jetzt nicht auch noch darüber nachdenken wie geht's denen dann überhaupt also auch?
00:28:36: Das ist was was Jugendliche oder Kinder schon brauchen.
00:28:40: Mama und Papa können ihren Job machen und wenn es denen nicht gutgeht selber nicht gut geht übernehmen Die Verantwortung für sich dass es ihnen wieder gut geht.
00:28:48: Und das ist einfach unsere Aufgabe als Eltern.
00:28:51: Und manchmal brauche ich da wirklich unterschiedliche Versorgung, also jetzt Kind braucht vielleicht Therapie und wenn es aber schon eine Belastung für mich darstellt, brauche auch ich als Mutter vielleicht was?
00:29:05: Da kann's auch entlastend sein zu sagen Ich geh dann in ne Beratungsstelle und hol mir ein bisschen zusätzliche Info und ein paar Gespräche Um.
00:29:16: wirklich so meine... Also das habe ich auch von einer Freundin gehört, dass mal eine Phase war wo es für sie total entlastend war in die Beratungsstelle zu gehen und sich diese Unterstützung eben zu holen.
00:29:27: Kind war versorgt.
00:29:29: Ich als Elternteil bin das ja dann von der Therapeuten aus ein bisschen, aber oft nicht so viel und da muss ich schauen was ich noch brauche.
00:29:38: Ja
00:29:38: also das ist wichtig, da würde ich nochmal ein bisschen in Bezug zur letzten Folge dieses regulieren, co-regulieren nochmal die Bezug nehmen dazu und das wissen wir ja aus der Hirnforschung hinlänglich Wir sind soziale Wesen und es macht etwas mit uns wenn wir Unterstützung holen von anderen sozialen Wesen anderen Menschen halt.
00:29:59: Dass uns das sehr hilft und der Stresspegel, der Stresslevel nachweisbar am Essbar wirklich der sinkt wenn wir eben in Kontakt mit Anderen sind und uns Unterstützung holen.
00:30:11: also Punkte brauchen wir jetzt gar nicht groß diskutieren das ist so!
00:30:15: Und dazu nochmal für uns bei der verbindenden Autorität ist Netzwerk auch etwas was dann oft mit Unterstützung der Fachkräfte aufgebaut wird und dann wirklich teilweise auch ein Netzwerk treffen gibt.
00:30:32: Und das moderiert wird, also da kann man sich wirklich auch Unterstützung holen wie man es genau macht.
00:30:39: Die Menschen, die mich unterstützen, einmal sehen wer macht was.
00:30:44: Wer spricht mit mir?
00:30:45: Wer spricht im Jugendlichen?
00:30:47: Wer kommt all zur Hilfe wenn es eskaliert?
00:30:52: Wer ist eingebunden von der Schule aus und so weiter.
00:30:57: dass es solche Netzwerktreffen gibt das ist verankert in der verbindenden Autorität.
00:31:04: Das ist vielleicht nicht eins zu eins aber durchaus Auch gängige Praxis mit runden Tischen, Unterfachkräften.
00:31:10: Dass so was manchmal passiert?
00:31:12: Ja!
00:31:12: Also das habe ich auch schon oft erlebt oder häufig erlebt.
00:31:16: Was mir jetzt auch noch kommt ist es kann ja auch ein Netzwerk sein oder Unterstützung angenommen.
00:31:21: Ich hab einen Jugendlichen der oder die häufig mal weg ist und ich nicht weiß wo ist denn die überhaupt.
00:31:28: Und dann kann ich nämlich... Das weiß ich noch, dass ist schon lange her.
00:31:32: Die Diskussion hatte ich mit einer Mama die gesagt Kann ich dann Soll ich dann wirklich die Telefonnummern von den Freunden einsammeln und von denen ihren Eltern sehr klar?
00:31:42: Also wenn sie nicht weiß, wo ihr Kind ist – und die war damals noch recht jung.
00:31:49: Die Tochter... Dann ist es völlig in Ordnung zu sagen, ich hol mir mal die Telefonnummer von ihren Freunden und Freundinnen.
00:31:56: Und im Zweifel, wenn ihr nicht weiß wo sie ist, rufe ich die an und sage hey!
00:31:59: Ich bin die Mama von und ich mache mit totales Sorgen.
00:32:02: Ich weiß nicht wo mein Kind ist und erstaunlicherweise haben wir die Erfahrung gemacht oder hat Sie dann gemacht dass die ganz freundlich sind?
00:32:11: Die freuen uns an, ne bei uns nicht.
00:32:13: oder ja die ist bei uns und kommt später.
00:32:15: Oder hey ruf mal deine Mutter an oder irgendwie sowas.
00:32:18: also das kann eine Unterstützung sein.
00:32:20: unten Netzwerk Das kündige ich vielleicht vorher auch meiner Tochter an oder meinem Sohn.
00:32:24: Ja
00:32:25: definitiv aber es ist möglicherweise wichtig.
00:32:28: wenn die lang weg bleiben und ich echt Sorge habe dann ist es nötig Und da hab' ich auch schon mit verschiedenen Eltern, die in Beratung gekommen sind ist gar nicht so selten.
00:32:42: Überlegt also wirklich sehr genau kleinteilig überlegt wie kann man das machen?
00:32:47: Wie starte ich dann eine Telefonaktion?
00:32:50: gibt es ein Ort wo die Jugendlichen sich immer treffen?
00:32:54: fahren wir dann als Eltern da gemeinsam hin in den Park?
00:32:58: und wie ist denn da die Situation?
00:33:02: oder ist es nicht doch besser erst mal anzurufen?
00:33:04: damit es nicht so eskaliert?
00:33:07: Muss man sich genau überlegen, kommt auch sehr drauf an.
00:33:10: Wo ist da was?
00:33:12: Wie ist meine Jugendliche so drauf?
00:33:14: und im Zweifelsfall ist es für andere Eltern auch hilfreich weil es gibt ja nicht nur die eine Jugendliche sondern meistens ist dann ne ganze Gruppe Und Mama oder Papa von den anderen Jugendlichen sind auch froh wenn der Kontakt da ist und sie auch mal anrufen können und ich übrigens jemanden ersten Schritt gemacht hat
00:33:33: Und ich finde halt auch mal den lustigen Nebeneffekt, dass die Jugendlichen dann wissen okay wir werden beobachtet.
00:33:41: Also sie sind schon dran!
00:33:42: Die Eltern sind dran es ist nicht egal vielleicht ein bisschen klar es ist voll nervig und so und ganz still.
00:33:51: unheimlich ist bestimmt auch toll.
00:33:54: Ich bin meinen Eltern nicht egal auch die Erfahrung zu machen aber das ist natürlich still unheimlich das sage ich nicht laut.
00:34:01: Ich würde gerne noch mal ein bisschen über typische Irrtümer sprechen, die so einem Netzwerk drin sind oder die man denken könnte über ein Netzwerk.
00:34:10: Das finde ich ganz gut da nochmal ein bisschen Fokus drauf zu legen und ich möchte dann gern noch einmal ein bisschen Werbung für die Netzwerkkarte machen.
00:34:18: Und ich würde jetzt eben starten mit den typischen Irrtümern weil manche denken ja ein Netzwerker heißt andere Erziehen jetzt meinen Kind Die sagen dann, wie es läuft und ich als Mama oder Papa bündeln jetzt völlig raus.
00:34:31: Und das wäre eben gar nicht so?
00:34:33: Sondern die Eltern koordinieren das im Zweifelsfall.
00:34:36: Die sagen auf jeden Fall deutlich was ist okay und was nicht.
00:34:40: Und trotzdem kann es Freunde geben, die unterstützen Nachbarn, Fachkräfte geben, dass tun, was für die Familie hilfreich ist.
00:34:50: Nicht mehr und nicht weniger!
00:34:52: Auch so was wie, aber das hatten wir gerade schon ein bisschen angesprochen.
00:34:54: Ich muss erst mal eine Krise haben bevor ich mir Unterstützung holen kann.
00:34:58: Das hast du ganz eingangs erwähnt.
00:35:00: So ne, ich kann das vorher auch aufbauen.
00:35:03: So einen Unterstützungsnetzwerk und es gehört irgendwie dazu.
00:35:06: Und entlastet!
00:35:08: Es entlastete!
00:35:12: Mein Kind muss auch nicht einverstanden damit sein.
00:35:14: Das ist manchmal auch etwas, was ich eben höre.
00:35:16: Auch das hat mich grade besprochen Und was ich es relativ häufig höre, gerade von Alleinerziehenden Müttern.
00:35:24: Die gibt's ja ein bisschen häufiger.
00:35:26: Es gibt bestimmt auch alleinerziehende Väter, vielleicht sagen die das auch?
00:35:29: Da kenne ich so wenig!
00:35:31: So... Ich hab gar niemanden.
00:35:32: Ich habe ja gar keinen Menschen um mich herum und da würden wir direkt sagen Nö!
00:35:37: Das glauben wir nicht!
00:35:39: Es
00:35:39: gibt bestimmte jemanden, auch wenn ihr gerade umgezogen seid oder wo man eben alleine erzieht oder die Familie sehr problematisch war und da wenig Kontakt besteht.
00:35:53: Auch dann gibt es Menschen, Fachkräfte sowieso aber auch andere, die mal einbeziehen
00:36:01: können.
00:36:02: Und ein guter Staat wären drei, manche sagen das müssen mindestens fünf sein.
00:36:07: Es gibt diese Leute Ja?
00:36:09: Es gibt die anderen Eltern Es gibt Nachbarn Es gibt irgendjemanden aus der Familie wahrscheinlich und vielleicht gibt es in einem Bereich niemanden sofort, aber wenn ihr schon mal drei Personen habt und davon eine Fachkraft dann ist schonmal viel gewonnen.
00:36:25: Ja!
00:36:27: Und das findet sich?
00:36:28: Die finden sich.
00:36:29: also die Erfahrungen habe ich gemacht...die finden sich.
00:36:32: Da geht's dann darum jemand hört mir zu und reflektiert es mit mir zusammen.
00:36:39: Jemand ist in Kontakt mit dem Kind.
00:36:42: Das ist ja meistens sogar schon auch eine Betreuungspersonen, das kann aber aus einem sozialen Bereich jemand also aus dem persönlichen Bereich jemand sein.
00:36:52: da geht es auch darum.
00:36:54: jemand
00:36:54: hat ein Auge drauf
00:36:57: wird es bei uns wieder zu Hause so laut und klopft dann mal an vielleicht ne nette Nachbarin das kann ganz unterschiedliche Funktion erfüllen.
00:37:08: Und da ist wichtig auch den Leuten zu sagen, die ihr euch ins Netzwerk holt.
00:37:12: Für was sie denn eine Unterstützung sein sollen?
00:37:15: Manchmal habe ich schon wieder Omas und Opas im Kopf... Sorry!
00:37:19: Aber es gibt vielleicht mal Omas & Opas, die meinen's ein bisschen zugut.
00:37:23: Sie könnten eine gute Unterstützung sein für einen kleinen Teilbereich.
00:37:27: So nimm mal mein Kind, mach was damit.
00:37:30: oder finanziell kannst du mich unterstützen wenn Kinder was weiß ich das hab' ich auch schon mitgekriegt irgendwie Geld klauen oder Kreditkarte irgendwie überbelasten, wie auch immer.
00:37:41: Und dass den Leuten sagen dafür kannst du mir Unterstützung sein und den Rest das mache ich schon woanders da habe ich schon jemanden oder da suche ich mehr jemanden also wirklich auch den Leuten zu sagen für was bist denn du da überhaupt?
00:37:53: Und
00:37:54: da
00:37:54: darf
00:37:55: man auch wirklich deutlich sein!
00:37:56: Also es gibt Leute die verstehen das gerade wenn Ältere Leute denken manchmal, es gibt Leute die verstehen das nicht beim ersten Mal.
00:38:05: Aber da sind die Eltern wirklich auch diejenigen, die das entscheiden dürfen und müssen.
00:38:13: Und
00:38:13: also...
00:38:15: Das ist total wichtig dann auch zu sagen so will ich's haben und so will michs nicht haben!
00:38:22: Das sind die Omas und Oppas, die das manchmal machen.
00:38:25: Es gibt auch manche Fachkräfte, denen man das manchmal sagen muss.
00:38:29: Und da möchte ich ja auch schon die Eltern ermutigen deutlich zu sagen was ist für uns gut?
00:38:35: Was is für uns schwierig?
00:38:37: Seh' ich auch so!
00:38:38: Ja... Bevor wir jetzt gerade nochmal gleich in diese Netzwerkkarte gehen, ich würde schon gerne noch mal... Also Präsenz entsteht nicht allein Wir brauchen andere.
00:38:49: Ein Vier ist immer stärker als ein Ich.
00:38:51: Also ich möchte jetzt wirklich nochmal Werbung machen dafür, auch eine Beharrlichkeit braucht Unterstützung, immer wieder an demselben Thema dran zu sein mit Geduld und Ausdauer – das ist kräftezehrend!
00:39:04: da immer wieder eine Unterstützung und vielleicht auch jemanden der oder die das übernimmt, die mit mir behaulich ist.
00:39:10: Die Strecken übernimm.
00:39:12: an Behaligkeit.
00:39:13: dran zu bleiben an einem gewissen Thema Auch Protester werden wir noch hinkommen gelingt leichter im Netzwerk.
00:39:19: Das krieg ich nicht ganz allein gestemmt es geht nicht.
00:39:23: Ich glaube ich würde mich da festlegen Es geht nicht.
00:39:26: Und auch wasame Sorge ist sehr häufig Teamarbeit im Gespräch bleiben.
00:39:31: Was sind die nächsten Schritte, bevor es in den gefährlichen Bereich geht?
00:39:37: Ja also da in den Dialog zu drehen.
00:39:38: Also wir brauchen Unterstützer!
00:39:40: Wir brauchen Netzwerk.
00:39:41: unsere Jugendlichen und Kinder brauchen Unterstützern.
00:39:44: Die brauchen das Wissen dass wir Eltern Verantwortung übernehmen und nicht alleine sind auch wenn sie's am Anfang blöd finden.
00:39:49: ja Dafür ist ein Netzwerk schon richtig, richtig gut.
00:39:54: Und jetzt würde ich gern Werbung für die Netzwerkkarte machen.
00:39:56: Warum?
00:39:57: Weil häufig in den Beratungen sprechen wir sowas immer durch und dann sag ich habe schon welche, ich hab schon welche und dann wird aufgezählt mit den Fingern irgendwie so ja hier der Daumen ist dann die Oma und der Zeigefinger ist dann naja der Opa vielleicht nicht aber der Onkel ist vielleicht ein netter.
00:40:11: So was ich ganz häufig erlebt habe ist wenn man es wirklich aufschreiben Also wirklich eine Netzwerkkarte machen.
00:40:19: Könnt da googeln, Netzwerkade neuer Autorität?
00:40:21: Da kriegt ihr ein Bild davon wie das funktioniert.
00:40:24: Ihr schreibt in der Mitte des Plattes das Thema rein und dann sortiert ihr ein wen habe ich denn für was an meiner Seite?
00:40:33: wie nah oder entfernt steht denn die Person zu diesem Thema?
00:40:37: also wie wichtig ist sie für dieses Thema?
00:40:40: Und dass es oft ein Gamechanger wenn die Leute den Zettel in der Hand haben uns sehen ach krass sind doch so viele Über das Schreiben, über das langsame Arbeiten noch mal.
00:40:50: Weil schreiben ist ein bisschen langsamer als zügig irgendwie quatschen.
00:40:53: Da tauchen dann nochmal paar andere Ideen auf.
00:40:56: Da könnte ich da noch und hier wäre noch eine Selbsthilfegruppe.
00:40:58: Genau!
00:40:59: Und da bin ich in einem Verein drin und da hätte ich noch jemanden die kennt sich auch aus oder wie auch immer.
00:41:03: Dann rutscht uns nicht durch zu überlegen welche Funktion erfüllt eigentlich dieser Onkel den mich anvertrauen kann?
00:41:11: Das ist auch wichtig dass einfach wirklich nochmal klarzuhaben okay der weiß Bescheid.
00:41:16: aber Wo hilft er uns weiter?
00:41:19: Oder wo könnte er uns helfen?
00:41:21: und tut es vielleicht noch gar nicht.
00:41:22: Also ihr seht, das Thema Netzwerk klingt am Anfang erst mal so ein bisschen naja aber steckt schon echt... Was ordentliches drin.
00:41:31: Und es ist nicht nur eine Methode der neuen verbindenden Autorität, sondern es ist was Grundsätzliches.
00:41:36: Wie gehen wir als Mensch mit Belastung um?
00:41:38: Machen wir das allein oder verbunden?
00:41:40: und wir sind soziale Wesen.
00:41:43: Stärke entsteht eben nicht durch Unabhängigkeit, sondern nur durch Verbundenheit!
00:41:48: Ich glaube, wir sind jetzt schon ziemlich am Ende...
00:41:51: Das klang ein bisschen wie das Wort zum Sonntag.
00:41:53: Ja,
00:41:54: das war fast die Verabschiedung.
00:41:58: Dann machen wir das doch einfach, dass wir uns verabschieden.
00:42:01: Wir haben jetzt echt sauber viel rausgeholt aus dem Thema.
00:42:05: Dann würde ich sagen, Siehmer uns hören wir uns zur nächsten Folge!
00:42:09: Wir wahrscheinlich dann wieder getrennt nicht zusammen.
00:42:12: Ich fand das jetzt richtig toll eigentlich.
00:42:14: Könnte man öfters machen
00:42:16: auch mal schön.
00:42:16: Ja
00:42:19: Gut, dann war es das hier mit von uns hinweis schon noch.
00:42:24: bewertet uns bitte Am besten mit fünf Sternen oder positiver überall, wo man uns bewerten kann oder wo man bewerten können grundsätzlich und tretet auch gerne mit uns in Kontakt.
00:42:35: Wenn ihr eine Frage habt oder eine Anmerkung oder irgendwas was euch durch den Kopf geht wie auch immer dann gerne Kontakt aufnehmen.
00:42:45: ja oder ein Beispiel oder einen Themenwunsch alles möglich Genau, müssen wir halt schauen was wir dann damit machen.
00:42:54: Aber natürlich wenn ihr uns schreibt ist es schon auch die Aufforderung dass wir etwas damit machen dürfen.
00:42:59: Ja und machen werden!
00:43:04: Hallo at starkundna.de Und stark und na alles dritt wie ein Wort.
00:43:10: Genau da könnt ihr uns kontaktieren und dann würde ich
00:43:13: sagen
00:43:14: genießt noch die Zeit Viel Spaß vielleicht mit euren Netzwerken, Netzwerkkarten.
00:43:20: Und wir hören uns dann nächsten Monat wieder mit einer neuen Folge.
00:43:24: und bis dahin alles Gute!
00:43:25: Tschüss!
00:43:30: An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine beiden Kinder die diese Folge geschnitten haben.
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