Ruhe finden im Sturm
Shownotes
Es gibt im Erziehungs- und Führungsalltag immer wieder stressige Phasen und Zeiten mit herausfordernden Bedingungen. Damit wir nicht kopflos reagieren, gilt es erstmal Luft zu holen und sich selber zu regulieren.
Saskia und Jenny teilen ihre persönlichen Strategien zur Selbst- und Co-Regulation und erklären aus der Neuen, verbindenden Autorität die Methode der Verzögerung. Selbstregulation ist ein ständiger Prozess, bei dem unsere Schatzkiste mit immer mehr kreativen Strategien befüllen können.
Für mehr Infos zu diesem Thema empfehlen Saskia und Jenny:
Podcast "Gehirn gehört - der Psychopodcast, der Wissen schafft" Folge: "Freie Zeit - Wie erholen wir uns gut? Und warum die Entspannung überschätzt wird" von und mit Prof. Dr. Volker Busch
Hypnosepodcast der MEG Folgen zur Selbstfürsorge-Trance
Website zur Neuro-Deeskalation von Elke und Christoph Göttl www.ressourcenreich.at
Literatur: Martin Lemme, Bruno Körner "Die Kraft der Präsenz - Systemische Autorität in Haltung und Handlung" im Carl-Auer Verlag
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00:00:04:
00:00:11: stark und nahe.
00:00:12: eine Frage der Haltung, der Podcast über verbindende Autorität.
00:00:17: Hallo ich bin Saskia Keeling, Psychologin, Systemische Therapeuten und Coach für neue Autoritäten.
00:00:22: Mir ist Verbindung der Autoritet eine Herzensangelegenheit.
00:00:26: sie transportiert die Haltung.
00:00:28: du bist mir wichtig
00:00:29: was du tust
00:00:30: ist mir nicht egal.
00:00:33: Ich
00:00:34: bin Jenny Außerstorfer, systemische Therapeutin und auch Coach für neue Autorität.
00:00:39: Mir gefällt der Aspekt der Verantwortung
00:00:42: –
00:00:43: wie wir gleichzeitig präsent-, klar-und wohlwollen sein können!
00:00:50: Über das wollen wir hier in diesem Podcast sprechen mit euch die ihr
00:00:55: Eltern,
00:00:56: Pädagoginnen oder Entführungsverantwortung seid.
00:01:09: Wir sind hier wieder bei Stark und Nah.
00:01:11: Hier ist Saskia.
00:01:13: Ah so, hallo und hier ist Jenny!
00:01:16: Genau, darauf habe ich gewartet.
00:01:18: Wir hatten ja schon... oder Jenny hat dankenswerterweise über Selbstregulation schon mal ganz kurz gesprochen Und wir wollten jetzt nochmal da ein bisschen tiefer reingehen und schauen was kann das alles bedeuten?
00:01:33: Da sind ganz viele Beispiele auch drin die wir von uns kennen.
00:01:38: Ehrlich gesagt, das ist ein Thema.
00:01:40: Das haben wir natürlich ganz genau sowohl im sozialen als auch dass man es braucht um zwischen Vollberatungseinheiten wieder runterzukommen oder so.
00:01:51: Selbstregulation ist etwas, das wenden wir natürlich viel selber an
00:01:56: Ja, ständig eigentlich.
00:01:58: Ich fand das jetzt gerade ganz gut!
00:02:01: Die Pause zwischen den Terminen und da nochmal Atmenfenster auf und so Kleinigkeiten wie halt mal auf die Toilette gehen noch einmal was trinken und so... Also es sind ja alles so Sachen, die dazugehören.
00:02:13: zur Selbstregulation, die ein bisschen im Nebenbeilaufen... Das war jetzt richtig gut, Saskia.
00:02:18: Stimmt?
00:02:19: Du hast recht.
00:02:19: Das gehört auch dazu.
00:02:21: Und ich spüre mich selber.
00:02:25: Oh, es geht mir gerade nicht hundertprozentig.
00:02:30: Und dann aber das also das zu merken und dann auch noch zu merke okay ich habe jetzt Hunger und ich müsste mal eben aufstehen und mich bewegen oder Ich müsste mal hier eine Entscheidung treffen damit ich wieder klar denken kann dieses woran liegt eigentlich?
00:02:49: dass ist etwas was zur Selbstregulation ganz stark dazugehört und was wir als Rahmen aufsetzen müssen, um hinterher dann auch wieder gut für unsere Kinder da zu sein oder unsere Klienten.
00:03:04: Und manchmal weiß ich nicht ob du das kennst von den Beratungen.
00:03:08: Ich höre das schon immer mal wider – auch privat übrigens so dieses Ja aber mein Kind steht ja an erster Stelle Und es gibt einen ganz, ganz tollen hyblosystemischen Therapeuten.
00:03:21: Leertherapeutin der Gunter Schmidt ist das, den finde ich ganz toll wirklich und er hat mal gesagt seine Patienten haben es verdient dass es ihm gut geht.
00:03:29: Das ist halt genau das.
00:03:31: unsere Kinder, unsere Jugendlichen, unsere Mitarbeitenden ja wer auch immer die haben's verdient, dass es uns gut geht weil nur wenns uns gutgeht können wir unseren Job einfach auch gut machen.
00:03:41: Und das ist legitim zu sagen, okay ich hab Hunger also esse ich was.
00:03:45: Ich möchte etwas trinken oder ihr habt Durst?
00:03:47: Also tue ich das ja auch.
00:03:48: schon mal gehört dass eine Mama gesagt hat oh sie vergisst im lauf dieser kleinen kind zeit immer zu trinken und auf sich zu achten.
00:03:55: Das merkt ihr dann erst am abend wie er schöpft sie eigentlich ist mit durstig wie hungrig.
00:04:01: Juhi!
00:04:01: Das ist nur so mittelgut.
00:04:04: Ja
00:04:04: und dann bin ich auch nicht mehr ganz so sehr da bei meinem Kind Nimmt einfach ab, was ich an Aufmerksamkeit
00:04:17: und an Präsenz zur Verfügung habe.
00:04:18: Und hier nochmal so ein bisschen Reminder von der kleinen aber vielleicht feinen Folge vom letzten Mal als du sagst ja krank war es nicht da wars Da hab' ich eben dieses Bild des Leuchtturms gebracht nochmal auffrischen, weil das ja unser Job ist Leuchtturm zu sein Orientierung zu geben.
00:04:39: Also wirklich diese soziale Orientierungspersonen zu sein.
00:04:43: An mir kann man sich festhalten ich bin der Fels in der Brandung Ich leucht dir mein Licht.
00:04:48: Ja Du kannst auf mich gucken und du kannst dich an mir orientieren Unten Leuchthurm ist stabil.
00:04:57: Das heißt es ist wirklich wirklich meinen Job einigermaßen stabil zu sein.
00:05:02: und ja, darüber reden wir heute das geht nicht immer.
00:05:06: Also ich weiß nicht wie es dir geht oder ging.
00:05:09: also ich privat bin manchmal nicht so ganz stabil.
00:05:13: meine Kinder schneiden ja ab nicht allzu langer Zeit die Folgen.
00:05:16: das heißt sie werden das hören und bestätigen dass ich auch manchmal wenn ich nach Hause komme erst mal so ein bisschen eine Pause brauche weil diese Chat-Lack Phase von der Arbeit nach Hause dieses Rollenswitchen Das macht total was mit mir.
00:05:32: Also da brauche ich ein bisschen Zeit und manchmal bin ich auch, wenn wir uns streiten einfach so im Nothirn... Da kann ich gerade leider wenig Leuchtturm sein.
00:05:43: Dann muss ich mich erstmal aus dem Verkehr ziehen und erst mal gucken, jetzt komm mal wieder klar!
00:05:48: Erstmal wieder atmen, fängst du auf, pieseln gehen trinken, was auch immer.
00:05:53: Und das betrifft uns schon auch ja.
00:05:56: Ja, und du kannst es gut machen, weil deine Kinder sind?
00:05:59: groß genug
00:06:00: dafür.
00:06:01: Bei einem kleinen Kind würdest du dir vielleicht das Kleinkind nicht sofort geben lassen vom Partner, sondern dann sagen du ich muss erst nochmal eben auf Toilette und was trinken wir?
00:06:11: Die könntest normalerweise.
00:06:12: wenn jetzt aber deine Tochterheulen zusammenbrechen würde gerade weil irgendwas ganz fürchterliches passiert ist in der Schule Dann würdest Du wahrscheinlich erstmal zu
00:06:21: ihr gehen.
00:06:22: Ja, natürlich.
00:06:23: Da würde ich jetzt nicht sagen, Moment!
00:06:24: Ich brauche eine Pause.
00:06:25: Lass mich mal pieseln gehen.
00:06:26: Du brauchst ein Getränk oder irgendwas?
00:06:28: Nein nein nein.
00:06:29: Da ist Leuchtturm angesagt.
00:06:31: du hast recht
00:06:32: Und dann bist du diejenige, die eben erst einmal beruhigt und zehnahm nimmt und korriguliert und vielleicht dann in zehn Minuten
00:06:46: sagen kann... Also dass ich so ein bisschen auch dieses Bedürfnis nach oh Gott was jetzt los ja meinen Not mein Nothirn, dass ich das nach hinten schiebe und in dem Moment meinen Job mache.
00:06:58: Und ich finde es ist manchmal gar nicht so einfach.
00:07:00: also ich habe manchmal wirklich mit Eltern zu tun.
00:07:03: die sind teilweise echt hart am Burn Out ja also wirklich total überlastet wo's da nochmal drum geht überhaupt präventiv zu arbeiten und zu gucken okay aber was können sie denn in ihrem Alltag jetzt schon irgendwie einbinden?
00:07:19: Präventive ja bevor Gibt ja so einen schönen Satz, die Feuerwehr übt auch nicht beim Großbrand.
00:07:26: Bevor es zu Konflikten kommt, bevor es Harich wird... Was können Sie denn jetzt tun in okayen Momenten um diese Inseln der Entspannung zu schaffen?
00:07:38: Um sich da eine Entlastung zu bieten oder zu geben
00:07:42: und das wird bei jedem wieder ein bisschen was anderes
00:07:45: sein.
00:07:45: Ja voll, was war es bei dir eigentlich, Saskia?
00:07:48: Mit deinen Kindern als die so klein waren oder jetzt sind sie ja jugendlich hört man nicht auf dieses ganze Sorgenmacherei.
00:07:55: Also ich bin unheimlich gerne ausgegangen allerdings meine Kinder auch aber man kann ja wunderbar zusammen ausgehen.
00:08:05: also ich glaube bei den ganz kleinen Kindern in Kinderwagen packen und raus klären und ich weiß noch einmal da war ich krank war ein, zwei Tage nicht rausgegangen mit meinem älteren Sohn der damals wirklich ein Baby war.
00:08:21: Und irgendwann hat er dann nach zwei Tagen angefangen zu schreien.
00:08:27: Irgendwann bin ich mit ihm auf den Balkon gegangen und er hat einen Lächeln aufgesetzt und die Ahnung ausgestreckt.
00:08:34: Dann bin ich wieder rein mit ihm und er ist wieder angefangen zum Schreien!
00:08:38: Und dann wusste ich okay jetzt gehen wir raus und es war glaube ich für beide nicht schlecht.
00:08:44: Und schau mal, wie krass eigentlich.
00:08:46: Ja, wie genial dass da schon eigentlich so dieses Wissen da ist.
00:08:50: okay rausgehen das ist echt eine gute Geschichte.
00:08:52: ja Das bringt mich runter, das reguliert mich.
00:08:55: und gut dass es das Schöne bei Kindern gerade wenn sie auch kleiner sind, dass wir sehr unmittelbar und klar durchschreien, durch gucken, durch prüllen wie auch immer Rückmeldung geben.
00:09:08: Also
00:09:09: ich finde so wahnsinnig genau signalisieren, ich brauche Struktur.
00:09:17: Bitte gib mir jeden Tag zum bestimmten Tageszeiten immer dasselbe!
00:09:23: Das haben wir ganz ganz stark gemacht diese Struktur also wirklich von ganz ganz ganz klein auf.
00:09:30: Also wirklich täglich grüßt das Mobiltier immer zur allergleichen Zeit.
00:09:34: Das hat uns als Eltern... das muss sich aussagen, dass die Kehrseite ganz schön rausgebracht aus dem sozialen Leben, das ja noch irgendwie stattgefunden hat so mit Freunden die vielleicht keine Kinder haben.
00:09:47: So sagen wir müssen jetzt um was weiß ich?
00:09:49: Um siebzehn Uhr nach Hause damit wir siebzen Uhr treißig da sind essen kochen, achtzehn uhrs Kind gefüttert.
00:09:55: So damit es neunzehnt Uhr im Bett ist und dann ist feierabend wie auch immer.
00:09:58: Ja diese ganze Abendroute war eben mehr das gleiche Und das ist genial weil das wirkt sich ja jetzt auch immer noch aus auf die Kinder Die haben ihre Routinen, die kommen zur Ruhe.
00:10:12: Das ist klar wie es abläuft.
00:10:13: Es ist natürlich nicht so hochdramatisch wie früher aber diese Abendzeit.
00:10:19: Da braucht man gar nichts sagen das läuft eigentlich ganz automatisch ab und das hat mich auch beruhigt.
00:10:26: Also ich muss also... Was geht?
00:10:28: Ja!
00:10:29: Ich muss ja sagen ich habe das nicht sofort gemacht.
00:10:31: Ich war Anfang zwanzig
00:10:34: und
00:10:34: hab das erst gelernt von meinen Kindern.
00:10:37: Also man hat einfach auch von selber gemerkt, wie
00:10:40: stark die das brauchen.
00:10:42: Ja und ich selber ja auch... also ich bin ja auch als junge Mama, also ich war jetzt nicht Anfang-Zwanzig aber naja Ende Ich brauchte das ja auch.
00:10:54: Wie geht denn jetzt dieser komische Tag?
00:10:56: Wo ist denn meine Struktur?
00:10:57: Und wenn so tick ich, wenn ich keine Struktur habe dann Dann wird es irgendwie auch nicht gut.
00:11:03: Und das ging es soweit, dass wir dann auch irgendwann dieses ganze Mental Load-Thema was kochen werden und jeden Tag etwas Neues überlegen und dann zum Eingang... Das gingen echt immer.
00:11:13: Montag war Nudeltag, Mittwoch war Suppentag, Dienstag, Donnerstag, immer pro Zeit.
00:11:18: Da war die Struktur und da waren mir alle entspannt.
00:11:21: Mutti entspannt, Kinder entspannt
00:11:24: Beim Großen, da war ja klar ich muss ein Jahr raus
00:11:27: weil das
00:11:28: schulische Ausbildung war Da war ich ein Jahr beim Kind.
00:11:32: Im Herbst habe ich irgendwie was gebraucht, da bin ich hier in die Vorlesung gegangen und dann bin ich da im Nähekurs gegangen Und dann sind wir noch in jene Bibi-Kurse gegangen und ich hab mich ein bisschen ausgetauscht Also auf Mama Babys getauscht, weil mit einer... Die Geburtsvorbereitungskurs war so dass jeder Tag irgendwie eine Sache angesagt waren.
00:11:54: Das war dann meine Struktur, die ist dann wirklich
00:11:57: gebrauchten.
00:11:58: Ja genau war ähnlich bei mir, so ein Achmittags immer mit jemanden treffen.
00:12:03: Sonst glaube ich wäre ich echt untergegangen und diese ganze Zeit zu kleinen Kind gerede.
00:12:10: Und da merkt man schon okay wir kommen jetzt ein bisschen aus dem Bereich.
00:12:13: das heißt überhaupt diese ganzen Selbstbeobachtungen und Selbstreflexion haben wir schon einigermaßen drauf klar es ist immer Luft nach oben und bis mal auf gewisse Themen kommt dauerts trotzdem so.
00:12:24: und dennoch dieses was brauche ich eigentlich ja damit ich hier gut durch den Tag kommen.
00:12:29: Was sind gute Strukturen für mich?
00:12:32: Wo bekomme ich Orientierung, damit ich wieder in die Kraft komme um selber Orientierungen zu sein?
00:12:39: Weil jetzt müssen wir leider ein bisschen mit dem Hirn anfangen.
00:12:43: Spiegelneuron bzw eigentlich... Die Kinder sehen uns ja auch an.
00:12:48: Ist die Mutter jetzt gestresst oder der Vater?
00:12:50: Oder was ist mit denen los?
00:12:51: und die fühlen sich ja gar nicht abgeholt.
00:12:55: Wenn die merken, die Eltern können sie selber gerade gar nicht tragen.
00:12:58: Die sind selber grad nicht ansprechbar und haben genug zu tun.
00:13:01: Du merkst das finde ich auch dass die ganz feine Antennen haben.
00:13:06: Wem geht es eigentlich hier grade besser?
00:13:08: und zu dem gehe ich da.
00:13:09: Die sind ja so angewiesen, die müssen ja diese feinen Antennen haben.
00:13:12: Weil sie ja so angewiesen sind drauf Aufstimmung auf Atmosphäre So genau und dann gehen die zu dieser Person, die gerade ein bisschen mehr in der Präsenz ist Ja Und das gut wenn man zur zweiten ist.
00:13:26: oder haben wir ja wie beide Glück gehabt dass wir uns abwechseln können mit unseren Partnern?
00:13:31: Das ist natürlich ganz fantastisch wenn das möglich ist.
00:13:35: Du wolltest gerade angefangen mit dem Gehirtenglang.
00:13:38: Achso, ja wir können gerne weitermachen.
00:13:44: Ich bin auch keine Neurologin.
00:13:45: Ich lange war jetzt nicht groß mit Fachbegriffen oder so.
00:13:49: Ein Bild total schön... Das hat mir mal von einem Linzer oder zumindest österreichischen Kollegen gehört der das Hirn eben in drei Tiere eingeteilt hat und das finde ich total schön weil er so bildlich ist und eingängig.
00:14:06: wenn wie im Stress Motos sind, das ist jetzt auch für euch zuhörende.
00:14:11: Nix Neues.
00:14:12: Ja dann rutschen wir ins Notsystem unseres Hirns also Lizardbrain, Echsenhirn.
00:14:17: Also das was evolutionär halt hirnmäßig zuerst entstanden ist Stammhirn.
00:14:24: Was macht das?
00:14:25: Entweder kämpfen wir dann in dem Motus Wir fliehen oder wir erstanen.
00:14:30: Das ist das!
00:14:30: Es hat unser Überleben gesichert.
00:14:32: Passt es super ist wichtig.
00:14:34: Und da rutschen wir rein, wenn wir einen Stress geraten.
00:14:37: Wenn wir Konflikte haben, Streit haben Krisen wie auch immer sowas ja?
00:14:41: Ich habe gelesen dass wir in diesem Hirnbereich nur zehn Wörter verarbeiten.
00:14:48: Das heißt es ist ein Ticken zu wenig um ihr Diskussion zu führen Sachen zu erklären überhaupt in die Sprache zu gehen.
00:14:56: Die isst da nicht Wenn
00:14:58: es überhaupt so viele Wörter sind, oder?
00:15:01: Ja ja.
00:15:01: Also wie gesagt Maximum zehn.
00:15:04: wir verlinken euch selbstverständlich die Lektüre dazu und wo wir eigentlich hin wollen.
00:15:10: evolutionär ist ins Primatenhirn das sitzt so hinter der Stirn.
00:15:15: So ich lasse jetzt gerade noch ein bisschen das Olympische System aus.
00:15:18: Es ist so dass was sich mit den Säugetieren entwickelt hat Wie eine Katze letztendlich mögen nicht mögen eine Katz ist sehr deutlich was sie mag und auch sehr deutlich was ich nicht mag, extrem vereinfacht.
00:15:31: Wo wir hin wollen ist eben ins Primatenhirn.
00:15:34: das heißt mit den Primaten hat sich Sprache entwickelt Abstand Beobachtung Analytisches Denken Kreativität Spiel Humor Alters Und dass es heißt was wir brauchen wenn wir Konflikte lösen wollen Wenn wir raus aus dem Stress wollen und gucken ja wie gehen wir jetzt in solche Situationen um.
00:15:57: Und das mehr erzähle ich auch gar nicht zum Hirn, es gibt einen ganz tollen Neurologen der hier aus Regensburg kommt Dr.
00:16:04: Volker Busch.
00:16:05: verlinken wir euch da könnt ihr nochmal echt wirklich ein Deep Dive machen der erzählt richtig toll wie Hirn funktioniert und richtig gut auch ja so aber dass ist mir wichtig.
00:16:17: wenn wir im Stress sind sind wir im Echsenhirn also im Krokodil.
00:16:21: kleine Augen kleine Öhrchen, aber ein Riesenmaul.
00:16:25: Das schnappt halt einfach zu und da ist nichts mit uns anzufangen und auch nix mit unserem Gegenüber.
00:16:32: so also eher Vorsicht und wir wollen eher in den Affen, also in den Primaten.
00:16:37: Und die Querverbindung zu verbindender Autorität wäre ja dass wir sagen Wir schmieden das Eisen, wenn es kalt ist und dass wir eben im Krokodilzustand verhandeln können, sondern den Konflikt zum Beispiel.
00:16:55: Sondern dass wir dafür warten müssen bis unser Jugendlicher
00:17:00: z.B.,
00:17:01: da auch wieder ansprechbar ist nachdem er wütend war und uns dann nochmal zusammenhinsetzen können und sagen können so akzeptieren wir das aber zum beispiel nicht.
00:17:12: Wir werden das unterstimmen.
00:17:13: Das heißt, dass wir es verzögern?
00:17:15: Also das kalte Eisen, das ist vorne im Stirnhirn Und das heiße Eisenten ist hinten im Krokodil.
00:17:24: Ich erinnere mich gerade erst mal an meine Tochter, ich erzähle jetzt grad eine Geschichte von meiner Tochter.
00:17:31: Ich weiß gar nicht mehr um was es ging wie alt Maxi denn gewesen sein.
00:17:35: Mein Vierter war es Fünfteklasse keine Ahnung so um die zehn, elf oder sogar weniger neun irgendwas in der Richtung auf jeden Fall.
00:17:43: ich weiß nicht mehr was es genau ging irgendein Konflikt und ich war's so sauer und sie auch ja die Türen knalten Und ich dachte mir, genau habe ich was gelernt.
00:17:52: Alles klar!
00:17:53: Das Eisen schmieden wenn es kalt ist, verzögern und sage ja, ich komme drauf zurück.
00:17:57: wir sprechen heute Abend.
00:18:00: Ich versuch mich runterzubringen.
00:18:02: dann war heute Abend Und soll ich dir mal etwas sagen?
00:18:06: Ich war echt noch so sauer.
00:18:07: Ich dachte mir, na ja ich muss heranbleiben, konsequent.
00:18:13: Na na na na ne?
00:18:14: Wenn ich was sage dann soll ich doch das auch durchziehen und machen Und hab dieses Gespräch geführt.
00:18:19: Überraschungswahl scheiße.
00:18:20: Ja weil ich einfach echt noch lütend war da ist nicht viel vorwärts gegangen.
00:18:26: Das heißt wenn wir hier von Also wir sprechen hier nicht von Zeit So wann?
00:18:31: zeitlich gesehen spreche ich mit meinem Kind Jugendlichen Sondern von einem Zustand wenn auch ich im Primaten bin.
00:18:40: So und wenn das ist, dass ich sage heute Abend du tut mir leid, ich kann gerade nicht... Ich bin einfach echt noch so geladen!
00:18:47: Ich muss das nochmal vertagen?
00:18:49: Dann vertage ich das nochmal, wenn die Kinder etwas älter sind und das aushalten können, das mache natürlich nicht bei Dreijährigen.
00:18:55: Ja genau der dreijährige der wüsste vielleicht tatsächlich übermorgen nicht mehr davon spricht.
00:19:01: aber du hast jetzt von deiner neunjährigem Tochter gesprochen.
00:19:05: wie kann
00:19:05: das?
00:19:06: Ja voll
00:19:07: Ja, und da kennt jeder sein Kind wahrscheinlich auch am besten auf welchem kognitiven und emotionalen Stand das ist.
00:19:16: Ob das möglich
00:19:20: ist oder nicht?
00:19:21: Du hast schon gesagt, dass dieses Rausgehen was du gut kannst.
00:19:26: Ich habe in der letzten Folge gesagt... Erzählt uns doch mal, was sind denn eure Go-Tous eben in Kreditionssituationen oder überhaupt um euch so ein bisschen runterzubringen.
00:19:38: Was hast du gemacht?
00:19:40: Du hast gesagt rausgehen weil man eine gute Idee.
00:19:42: Ich mache gerne Yoga das ist ja sowohl körperlich als auch entspannend.
00:19:46: ich lese gerne also einfach wirklich dieses Ende Geschichte eintauchen und dann woanders sein.
00:19:53: Ich finde es super wichtig, soziale Interaktion zu sein.
00:19:56: Einfach dann auch mit jemandem anders.
00:19:59: Und da an dem Punkt würde ich sagen... ...ich glaube wir lernen ja immer ganz viel über uns selbst.
00:20:06: Zum Beispiel, ich würde denken jeder von uns hat ganz viel zu Corona gelernt.
00:20:11: was brauche ich?
00:20:12: Ich habe zuerst gelernt, ich brauch Bewegung!
00:20:14: Ich war nie die Sportliche
00:20:17: Aber
00:20:18: ich habe zu Corona gelernt, ich brauche ein Mindestmaß an Bewegung und ich werde fortan dreimal die Woche die zwölf Kilometer damals zur Arbeit radeln.
00:20:27: Weil das notwendig
00:20:28: ist.
00:20:29: Dieses Mindest-Maß an Bewegungen hatte ich vorher und hab es dann halt in der Situation nicht mehr so gehabt.
00:20:35: Ich finde da kann man sich auch ganz gut daran erinnern.
00:20:38: was habe ich damals gelernt?
00:20:39: was ich ohne brauchen.
00:20:41: Das ist was für mich, wo ich sage, ich brauche vielleicht weniger Bewegung als andere.
00:20:46: Aber ich braache welche und ich weiß auch, was das Mindestmaß ist inzwischen.
00:20:49: Ich weiß auch inzwischen, was es mindestens an sozialer Interaktion ist die ich braue, die ich mir wirklich auch nehme, wo mit Menschen etwas ausmachen, dass ich so ein-, zweimal die Woche jemanden
00:21:04: treffe
00:21:05: der nichts mit Familie oder Arbeit zu tun hat.
00:21:08: Das finde ich total wichtig.
00:21:10: Genau!
00:21:11: Also die Dinge, die ich gerade gesagt habe, das wären so Sachen, die würde ich in meine Schatzkiste packen.
00:21:20: Der gängiges Bild zu sagen wir haben eine Schatz-Kiste an Strategien für wenn es uns weniger gut geht oder wenn wir Ausgleich brauchen.
00:21:29: In dieser Schatz Kiste wäre zum Beispiel auch etwas drin was ich von meiner Lehrerin Mathelehrerin, die auch Gympsychologin war damals mitgenommen hat als Klässlerin.
00:21:41: Die hat mit uns nämlich Traumreisen gemacht.
00:21:43: Und das wäre für mich so.
00:21:45: auch die Verbindung.
00:21:46: ganz viel von dem, was ihr selber macht könnt ihr durchaus auch euren Kindern zeigen oder sie beobachten lassen denn wenn die das früh mitkriegen dann können wir da auch ganz viel davon lernen.
00:22:01: Genau also dass war wirklich dieses Bild von der Traumreise die sie damals angeleitet hat die Lehrerin.
00:22:07: Das habe ich nach Vorhung.
00:22:09: Und da habe ich noch ein zweites Bild und zwar hat mein großer Sohn, die haben auf der Schule eben fünfte sechste Klasse auch Skill Unterricht gehabt.
00:22:22: Da hat die Lehrerin ihnen sie angeleitet zur Entspannung, die Urläppchen zu massieren oder
00:22:28: zur Konzentration
00:22:29: gesagt, das sagt sich ihren Schülern schon so lange.
00:22:32: Sie hat tatsächlich im Abitur auch schon welche gesehen, wie wir es gemacht haben.
00:22:36: Das sind wirklich Sachen, die kamen an sich So kleine Dinge, die kann man selber machen und die kann aber auch den Kindern zeigen.
00:22:45: Weil irgendwas davon behalten sie sich vielleicht und haben es in ihrer Schatzkiste bis sie erwachsen sind.
00:22:52: also so ein Abiturient der ist ja achtzehn oder neunzehn.
00:22:55: wenn das soweit behalten wurde dann stehen die Chancen glaube ich nicht schlecht dass sie das viel später auch noch tun.
00:23:02: Ja bestimmt uns schön eigentlich, dass Sie sich doch heimlich drauf einlassen was die Erwachsen so sagen Und wir eben ja genau auch da als Vorbildfunktionen unterwegs sind.
00:23:12: Also wenn mir das nicht für uns machen, deswegen fand ich diesen Spruch von Gunther Schmidt so schön.
00:23:16: Meine Patienten haben es verdient dass es mir gut geht.
00:23:18: also wenn ich's nicht für mich macht an wenigstens für mein Gegenüber.
00:23:23: Mir ist jetzt gerade aufgefallen... Das habe ich mit meinen Kindern leider nicht so gemacht obwohl vielleicht zu halb als sie noch kleiner waren.
00:23:30: was ich brauche ist so ein Safe Space Ja?
00:23:34: Was was schönes und ordentlich was mein Auge beruhigt und was schön ist.
00:23:40: Also bei mir schaut es auch zu Hause eigentlich total schön eingerichtet aus, die Praxis ist ruhig unsortiert und aufgeräumt und wirklich schön fürs Auge.
00:23:51: Jetzt kann ich natürlich meinen Kind nicht eine Wohnung einrichten lassen oder das Kinderzimmer, was sich aber machen kann ist zum Beispiel eine Höhle bauen.
00:23:58: Da ist mein Schutzplatz, mein Safe Space da kann ich rein, dann kann ich mit einer Taschenlampe irgendwie rein.
00:24:05: Genau, Buchlesen finde ich nämlich auch so mein Go-to zu lesen.
00:24:10: Ich bin ja trotzdem neugierig.
00:24:12: mich interessieren ja auch wirklich die Geschichten und in der Praxis ist es ja halt so dass ich einen Auftrag habe das die Geschichte nicht einfach so erzählt werden sondern dass wir da irgendwas tun an Veränderung und das hab' ich in einem Buch nicht So.
00:24:27: dann kann ich einfach die Geschichte hören, lesen und gut!
00:24:31: Und ich muss nichts tun.
00:24:33: Auch ich muss mich viel bewegen Weil ich aber auch wirklich lange sitze und viel Kopfarbeit mache.
00:24:39: Und dann ist es ganz gut, auch mal den Körper machen zu lassen.
00:24:42: Vor allen Dingen mag ich sehr gerne meine Kurse im Fitnessstudio weil das sagt mir halt eine Trainerin was ich zu tun habe.
00:24:49: Und da muss ich nicht denken sondern macht die für mich.
00:24:52: Das finde ich großartig, weil deshalb sonst mein Job ist die ganze Zeit Zuhause wie in der Arbeit.
00:24:57: Und das finde ich ist nochmal wichtig diese Ausgleichs Geschichte, dass es wirklich ein Ausgleich ist und nicht dasselbe zu machen was man eh schon den ganzen Tag tut.
00:25:09: Also wenn ich jetzt irgendwie... Was weiß ich im Mathe?
00:25:11: Proff bin und die ganze Zeit so kleinteilige Aufgaben macht, dann setze ich mich abends nicht hin.
00:25:17: Und mach mal nach Zahlen wäre ja ähnlich wahrscheinlich.
00:25:21: Bin ja kein Mathe-Proff ist ähnliche was sich eh schon den ganzen Tag tut sondern wirklich etwas anderes zu machen.
00:25:26: also wenn ich viel sitz vielleicht eher in die Bewegung gehen weißt du wie es dir geht.
00:25:31: das höre ich relativ häufig von Kolleginnen.
00:25:33: wir gehen ja auch nicht wirklich mit was raus aus unseren aus unserem Job.
00:25:38: also wir haben ja nichts in der Hand.
00:25:41: Mach es so Sachen herstellen.
00:25:42: So ein bisschen basteln oder so und dann habe ich was in der Hand und kann sagen, guck mal hab' ich gemacht!
00:25:47: Das ist sehr befriedigend für mich ja.
00:25:50: So meine Zeit auch zu füllen mit solchen Sachen.
00:25:54: also da wirklich zu gucken, was könnte ein guter Ausgleich sein?
00:25:57: Und da stehen wir auch Pate und Patin dafür für unsere Kinder.
00:26:02: Also sowas habe ich phasenweise immer wieder waren nicht gerne gemacht, als Jugendliche total.
00:26:09: Ich bin ja beruflich gestartet als Ergotherapeutin und dann habe ich das nach dieser Ausbildung erst mal nicht mehr privat gemacht, weil es da einen anderen Ausgleich gebraucht hat.
00:26:23: Zwischenzeitlich war ich hier in München beim Haus der Eigenarbeit irgendwie aktiv und waren auch viel in den Kursen dort.
00:26:30: Es gibt so Arte, wo man wirklich auch hingehen kann und Dinge selbst erarbeiten.
00:26:38: Auch selber lernen wie man Kolstern kann und wie man schreinern kann.
00:26:43: Man löten kann und alles.
00:26:46: Da offene Werkstätten zu nutzt, kann ich nur jedem damals ans Herz legen.
00:26:51: aber das ist jetzt ein bisschen ein Exkurs.
00:26:54: Naja, ich glaube so die Kreativität anregen.
00:26:59: Das ist wirklich wichtig da sich zu spielen und Spaß dran zu haben zu gucken.
00:27:08: was brauche ich denn?
00:27:08: Was ist vielleicht mein guter Ausgleich?
00:27:11: hier auch wieder gibt es tolle Folge von Dr.
00:27:14: Volker Busch das verlinke ich euch weil das ist echt ein Gewinn.
00:27:18: Hört euch die Folge an, die ist super.
00:27:20: Dazu also was ist ein Ausgleich?
00:27:22: Was heißt eigentlich Entspannung eben auch fürs Hirn und das ist etwas, was ich relativ häufig in den Einzelberatungen und Therapien bespreche oder in den Elternkursen, dass ich die wirklich überlegen lasse ja was macht denn ihr eigentlich schon und an runter kommen, an entspannen, an was ganz anderes machen?
00:27:44: und es gibt unterschiedliche unterschiedliche Möglichkeiten das zu tun.
00:27:49: Manche gucken nach Herze beim Brenn zu, auch schon erzählt bekommen manche machen sich über ein Siebträger einen Kaffee, das dauert ja auch so seit Zeit, dann können die ins Hirn ausschalten.
00:28:00: Manchen räumen tatsächlich die Wohnung auf und putzen, manche jonglieren.
00:28:05: es gibt wahnsinnig viele Möglichkeiten sich da etwas einfallen zu lassen.
00:28:10: was
00:28:11: ich dazu mir noch einfällt ist dass da ganz viel dabei war, was so in die Körperwahrnehmung ist.
00:28:18: Was ich jetzt als Ergotherapeutin mir ein spezielles Anliegen noch mal ist?
00:28:24: Dass das Körperwahlnehmungen eben ganz viel ausmacht bei uns auch wie es uns geht.
00:28:31: Ob ich jetzt da einen Stück Ton in der Hand habe oder ob ich mich in meiner Traumreise mit einem Bild suche und zum Beispiel auf... dem schaukelnden Boot auf den Meer, wo ich die Sonnenstrahlen spüre.
00:28:47: Oder ob ich mich jetzt momentan öfter mache ins städtische Freibad gehe und da meine Bahn ziehe und das Wasser auf der Haut spüre Das sind alles so sehr körperliche Möglichkeiten sich zu spüren und auch wieder besser in sich zu ruhen.
00:29:07: Und ich denke, diese körperliche Komponente sollte man nicht so ganz außer Acht lassen.
00:29:11: Weil das ja sowieso zusammengeht der Psyche und Körper und eben genau dieses Sichspüren.
00:29:16: Das finde ich ist auch ein sehr wichtiger Punkt da wieder ins Spüren zu kommen und alle Sinneseindrücke oder Kanäle, die wir haben wirklich zu nutzen.
00:29:27: Das kann ich ja bei einer Traumreise wenn sie gut gemacht ist habe ich ja, regt das ja auch wirklich so an.
00:29:35: wie was sehe ich?
00:29:38: Wie spürts sich das denn an, wenn das Boot so schaukelt und die Sonne auf der Haut so drauf trifft?
00:29:43: und wie spürt sich der Wind an auf dem Boot?
00:29:49: was höre ich denn?
00:29:51: Also es sind ja auch alle Sinne mit angeregt und da so vieles geht zu machen, um wieder Zu-sicht zu kommen.
00:29:57: Ich finde ja auch noch die deutsche Sprache wahnsinnig toll!
00:30:01: So...ich bin ja manchmal eben im Krokodil außer mir.
00:30:06: So..Ich könnte aus der Haut fahren und über solche Sachen wieder Zu Sicht zu kommen.
00:30:10: das hatte ich in der In der fünfzehn Minuten Folge das letzte Mal auch kurz angesprochen, dass wir in schwierigen stressvollen Situationen so unwirkliche Bewegungen machen mit den Händen und den Beinen.
00:30:23: Dass wir über die Oberschenkelstreifen oder die Arme uns ein bisschen in den Arm nehmen also auch so unbewusste körperliche Aktivitäten machen um uns zu beruhigen Das finde ich sehr gut.
00:30:37: es wirklich nicht aus dem Kopf zu lassen
00:30:39: Und das ist ja völlig in Ordnung Alle, das wird irgendwie was zurechtzupfen oder die Beine übereinanderschlagen.
00:30:48: Das würde alles damit reinspielen.
00:30:51: Wenn man
00:30:53: viel
00:30:53: macht, dann merkt man es ein bisschen auch desgegenüber.
00:30:57: aber prinzipiell sind das Dinge, die passieren kontinuierlich sind eben einfach wirklich zur Selbstregulation
00:31:03: da und trotzdem dann noch gut ist, ja zu wissen wo sind denn eigentlich meine Trickerpunkte?
00:31:15: Wo gehe ich eigentlich regelmäßig in die Luft.
00:31:18: Die Fallstricke die eigenen zu kennen Und da bewusst zu gucken, wie kann ich dann damit anders und besser umgehen?
00:31:27: Um nicht jedes Mal in dieselbe Falle zu tappen.
00:31:30: Kenne ich von mir genauso.
00:31:32: Manchmal dauert es echt lang eine gute Strategie überhaupt zu erkennen.
00:31:36: Ah das ist das also!
00:31:38: Okay meine Wohnung muss sauber sein weil Ich eben mit viel ja durcheinander und Verwirrungen zu tun habe im Alltag und ich möchte nach Hause kommen und es soll wie ne Insel sein Und da liegt vielleicht irgendetwas rum, wenn meine Kinder hingelegt.
00:31:55: Blöd bin ich schon gestresst.
00:31:57: ja bis mir das klar geworden ist warum mir das so wichtig ist was es mit mir zu tun hat und wo ich dann gut für mich sorgen muss weil das mein Job ist Gut für mich zu sorgen Es hat ein bisschen gedauert.
00:32:11: Oder welchen Rhythmus brauche ich?
00:32:13: Da sind wir ja ganz viel auch bei unseren Kindern.
00:32:16: auch unsere Kinder brauchen Ein Rhythmus, meine Kinder haben mehr da als ich ganz junge Mutter war.
00:32:22: Das ist ja total gezeigt.
00:32:23: aber dieses... Was brauche ich da eigentlich von dem Tagesrhythmus?
00:32:26: Kann unterschiedlich sein.
00:32:27: manche Leute brauchen auch da ein bisschen weniger Rhythmuss.
00:32:31: Aber es gibt Dinge die weiß man von sich.
00:32:34: wie viele Stunden am Stück kann ich arbeiten?
00:32:37: Welcher Arbeit liegt mir mehr als andere?
00:32:39: das finden wir alle heraus.
00:32:41: Natürlich kann man da mal ein bisschen über seine Grenze gehen
00:32:47: aber man sollte die Grenze kennen und nicht zu sehr rübergehen Ja genau, da achtsam zu sein und wachsam zu sein.
00:32:52: Und ich glaube das hat mir bestimmt an einer oder anderen Stelle schon mal gesagt also ich mein so was wie neuer Autorität kommt jetzt nicht einfach so daher und ist ganz wunderbar, sondern das kostet auch was.
00:33:02: Das heißt es kostet eben viel Achtsamkeit.
00:33:05: Es kostet viel Selbstreflektionen.
00:33:09: Das kostet viele so an die eigene Nasenspitze fassen und Verantwortung übernehmen.
00:33:14: Und es ist unsere Verantwortung dass wir für uns gut sorgen damit wir unseren Job machen können.
00:33:21: Das gehört dazu dass wir uns in Sicherheit bringen und gucken dass es uns einfach wieder gut geht fertig
00:33:29: Und dass wir dann eben auch genau so gut für unsere Kinder sorgen
00:33:32: können
00:33:33: und schauen, wie geht es dir eigentlich gerade?
00:33:37: Also das ist ja sozusagen die Voraussetzung dafür, dass ich meinem Kind gegenüber zugewandt sein
00:33:44: kann.
00:33:45: Vielleicht manchmal stelle ich auch sicher, dass mein Partner das macht weil es bei mir gerade irgendwas
00:33:49: war.
00:33:50: Ja und andersrum, dass sich vielleicht meinen Partner sagt jetzt erstmal chillen, jetzt ziehst du dich mal aus dem Verkehr.
00:33:57: Also auch das ist ja eine Möglichkeit, passiert schon auch in und wieder.
00:34:02: Das ist ja gut wenn man das kann nicht jeder kann was.
00:34:05: aber da sind wir beim Netzwerk was ja in der verbindenden Autorität auch eine gute große Rolle spielt so sehr dass hilfreich ist wenn ich jetzt wirklich Verhaltensweisen von dem Jugendlichen entgegentreten möchte, es ist einfach auch schon vorher hilfreich zu sagen hey und ich habe eine Nachbarin die kann nicht ansprechen.
00:34:27: im Notfall oder wenn ich krank bin kann das Kind zur Oma oder was auch immer.
00:34:32: Oder ich hab mir Beraterinnen in einer Beratungsstelle der kann sich das Ohr abkauen weil's mir nicht gut geht.
00:34:39: Also sowas hier so etwas zu haben sind da sind Menschen denen die sind für mich da wenns
00:34:45: das braucht Was du tun kannst.
00:34:56: Also schaut hier mal, wer kann eure Unterstützung sein?
00:35:00: Wo könnt ihr euch ein Netzwerk aufbauen?
00:35:02: Wen habt ihr vielleicht eben Schulter an Schultern mit euch stehen.
00:35:07: Wo könnt Ihr was abgeben?
00:35:11: Das wäre wichtig!
00:35:12: gerne auch hier nochmal in die Selbstbeobachtung gehen.
00:35:16: Wie gehe ich in Kontakt, wenn ich entspannt bin?
00:35:19: Wie gehe Ich an Kontakt, Wenn ich im Stress Bin?
00:35:22: Woran erkenne ich vielleicht körperlich dass ich in Stress gerade so kurz davor bin?
00:35:27: und woran erkenne ich körperlos dass ich im stress bin?
00:35:30: jetzt akut wie müsste ich mich verhalten um zugewandt unterstützend wahrgenommen zu werden?
00:35:37: Wie müsste meine Körperhaltung, Stimme, Mimik, Gestik sein und was brauche ich eigentlich?
00:35:41: Welche Bedürfnisse muss sich eigentlich erfüllen damit ich das auch tun kann.
00:35:46: Also was brauch' ich?
00:35:48: Und dann wieder für mein Kind da zu sein.
00:35:51: Das kann ja auch manchmal zusammengehen wenn ich total müde bin.
00:35:55: Dann kuschel ich mich vielleicht mit dem Kleinkind zusammen aufs Sofa und es ist auch schon müde.
00:36:03: Manchmal geht es auch übereinander.
00:36:05: Man kann auch fürs Kind da sein, es ist sehr unterschiedlich.
00:36:08: Da ist Punkt eins ja sich zu spüren
00:36:15: und das Gegenüber zu spühlen.
00:36:19: Und erst Punkt zwei was kann ich dann tun?
00:36:26: Lässt mich nicht los, würde ich wahrscheinlich auch nicht loslassen, Saskia.
00:36:30: Also ich muss mich damit wirklich ganz oft ständig immer beschäftigen damit und es passieren Fehler!
00:36:37: Meine Güte!
00:36:38: Shit happens!
00:36:39: Setzt euch da echt nicht extrem noch unter Druck?
00:36:42: Das muss nicht sein!
00:36:43: Slowly slowly...
00:36:44: Ja, da sind wir wirklich alle nur Menschen und es ist voll wichtig eben die eigene Schatzkiste zu kennen.
00:36:52: dann bin mir sicher, da hat jeder was Und ich bin mir auch sicher, jeder hat Menschen die sie oder ihnen im Zweifelsfall unterstützen können.
00:37:02: Das ist auch was wo sich die Leute manchmal gar nicht so bewusst sind.
00:37:06: Wo es einfach auch manchmal eine Weile nachdenken braucht bis Menschen sich darüber klar werden, wo hab' ich eigentlich Kontakte weh'n kann?
00:37:15: Ich war eigentlich fragen Ja doch!
00:37:17: Auch wenn man den ersten Moment denkt Nee momentan, ich habe mich so ins Ausgeschoss und ich weiß niemanden Doch ihr wisst bestimmt jemanden
00:37:25: mindestens drei haben wir gesagt.
00:37:29: Ja, da lege ich schon auch mehr drauf und ich finde die Idee mit der Schatzkiste super!
00:37:34: Und machen das doch mal körperlich angenommen?
00:37:36: Wir geben euch eine kleine Hausaufgabe auf bis zur nächsten Folge und ihr macht es mit der begreifbar entweder ihr malt euch eine oder schreibt euch zettel und legt die in wirkliche kleine box.
00:37:52: das hat noch mal einen anderen effekt als wenn ich nur drüber nachdenke.
00:37:54: Wenn ich wirklich aufschreibe was tue ich schon, was mache ich schon?
00:37:58: wen habe ich?
00:37:59: Was hilft mir?
00:38:00: Wo ist vielleicht luft nach oben?
00:38:03: Und dass wirklich mal runter zu schreiben Das ist etwas anderes als wenn Ich es nur durch denke.
00:38:09: Mal ganz Wortwörtlich so zu nehmen, ich packe meinen Koffer.
00:38:13: Ich packe meine Schatzkiste.
00:38:15: Vielleicht habt ihr Lust darauf das zu machen und ich würde jetzt Saskia sagen die Folge ist ganz schön voll geworden dass wir Richtung Ende denken und uns langsam verabschieden.
00:38:29: Und dann könnt ihr die Schatzkäste nicht aufmachen wenn ihr gerade gar nicht mal richtig in Nachdenkmodus seid gerade vielleicht aus dem Krokodilzustand wieder auftaucht, dann könnt ihr die aufmachen und findet da drin etwas an was ihr vielleicht in dem Moment nicht
00:38:47: gehört.
00:38:47: Sehr gut!
00:38:48: Dann würde ich sagen haben wir es für heute rund gemacht.
00:38:51: Genau wie hören uns?
00:38:52: Saskia mit weiß ich noch gar nicht welchem Thema das nächste Mal wieder.
00:38:55: Wir haben bestimmt eine gute Idee, was wir als Thema haben wollen.
00:39:01: Das nächste mal bin ich überzeugt davon und wird hiermit die Folge schließen.
00:39:07: Bis bald, tschüss!
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