Leuchtturm in stürmischen Gewässern
Shownotes
In dieser kurzen Zwischenfolge geben wir euch einen kleinen Vorgeschmack auf unsere kommende Podcastfolge rund um das Thema Selbstregulation. Wie können wir gleich einem Leuchtturm Orientierung geben, ohne ins Wanken zu geraten?
Saskia ist krankheitsbedingt diesmal noch nicht dabei - die vollständige Folge erscheint deshalb etwas verspätet. Aber so viel können wir schon verraten: Es wird alltagsnah, ehrlich und voller hilfreicher Perspektiven in konflikt- und stressreichen Situationen.
Du willst tiefer eintauchen? Für einen Deep Dive empfehlen wir Folgendes:
Blogartikel "Warum unser Nervensystem Orientierung braucht" von Elke und Christoph Göttl: www.ressourcenreich.at/de/blog/warum-unser-nervensystem-orientierung-braucht.html
Podcast: Gehirn gehört von Dr. Volker Busch Folge "Freie Zeit - Wie erholen wir uns gut? Und warum die Entspannung überschätzt wird" auch zum Nachlesen in seinem Buch "Gute Nacht, Gehirn" erschienen im Droemer Verlag
Bücher:
- "Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern" von Haim Omer und Philip Streit im V&R Verlag erschienen
- "Leitwölfe sein - liebevolle Führung in der Familie" von Jesper Juul im Beltz Verlag erschienen
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00:00:04:
00:00:11: stark und nahe.
00:00:12: eine Frage der Haltung, der Podcast über verbindende Autorität.
00:00:17: Hallo ich bin Saskia Keeling, Psychologin, Systemische Therapeuten und Coach für neue Autoritäten.
00:00:22: Mir ist Verbindung der Autoritet eine Herzensangelegenheit.
00:00:26: sie transportiert die Haltung.
00:00:28: du bist mir wichtig.
00:00:29: was du tust
00:00:30: ist mir nicht egal.
00:00:33: Ich bin Jenny Außerstorfer, systemische Therapeutin und auch Coach für neue Autorität.
00:00:39: Mir gefällt der Aspekt der Verantwortung – wie wir gleichzeitig präsent-, klar-und wohlwollen sein können!
00:00:50: Über das wollen wir hier in diesem Podcast sprechen mit euch die ihr
00:00:55: Eltern,
00:00:56: Pädagoginnen oder Entführungsverantwortung seid.
00:01:08: Hallo zu einer neuen Folge von stark und nah, eine Frage der Haltung.
00:01:15: Schön dass du wieder mit dabei bist.
00:01:17: heute.
00:01:17: wie du wahrscheinlich schon gesehen hast wird es eine kurze Folge und zwar nur mit mir Jenny weil Saskia leider krank ist.
00:01:26: das heißt ihr bekommt heute so ein bisschen einen Appetitheppchen zum Thema Selbstregulation und Co-Regulation.
00:01:34: Das hatten wir ja das letzte mal angekündigt.
00:01:38: Werden auf jeden Fall es erst hier und ich die Folge nachreichen.
00:01:42: Und zwar ausführlich im Detail.
00:01:46: Stellt euch mal vor, ihr seid zu Hause und es fängt da gerade an zu brennen.
00:01:51: Ihr seid in eurem Haus, in eurer Wohnung und lodert das Feuer!
00:01:58: Und ihr denkt oh wei jetzt ist Zeit die Feuerwehr zu rufen.
00:02:01: und was macht ihr?
00:02:03: Ihr wählt den Notruf und es Fängt weiter an zu Brennen.
00:02:07: So, die Feuerwehr ist gerufen.
00:02:09: Aber mehr weiß ich jetzt grad gar nicht was ich machen soll ja.
00:02:12: Also diese Orientierungslosigkeit hier eskaliert gerade eine Situation und erwischt euch eiskalt.
00:02:20: und ja, seid kopflos!
00:02:22: Ihr wisst grad garnicht wie's weitergehen soll ja?
00:02:26: Und die Flammen werden immer höher und immer immer heißer oder loh dann immer mehr.
00:02:31: Irgendwann kommt tatsächlich die Feuerwehre und es steht... Machen wir mal eine Feuerwehrfrau, die steht vor euch und ist auch ganz überrollt.
00:02:41: Oh Gott!
00:02:42: Jetzt... jetzt brennt's?
00:02:44: Jetzt brennst er ja.
00:02:45: Ich weiß jetzt auch nicht was man machen sollen.
00:02:46: Oh, Gott es ist ja ganz schrecklich.
00:02:48: Sagt die Feuerwehr-Frau und guckt euch an, ganz ratlos und meint ja keine Ahnung was wir jetzt machen sollen.
00:02:54: ich weiß das auch nicht sagen.
00:02:56: mein erstes Tag bei der Feuerwehr aber das weiß ich wie das funktioniert hier.
00:03:02: Wie wirds euch...?
00:03:03: Wie wird es dir damit gehen, wenn du das hörst?
00:03:07: Ich glaube, dass würde wahrscheinlich dein Stresssystem im Hirn nicht wirklich beruhigen.
00:03:13: Vermutung!
00:03:15: Sondern was schicken die mir denn hier für eine inkompetente Feuerwehrfrau?
00:03:22: So angenehmer wäre es ja, wenn diese Feuerwehr Frau kommt und sagt okay ich weiß wie's geht jetzt nehmen sie mal ihre Füße in die Hand Und wir gehen hier in Ruhe achtsam raus, ich zeige ihnen den Weg.
00:03:37: Sie gehen mir hinterher und dann gehen wir aus diesem brennenden Haus heraus und ich bringe sie ins
00:03:44: Sicherheit.".
00:03:45: Und diese Frau tritt klar auf, hat eine einfache klare Sprache, einfache Sätze die ihr verstehen könnt auch in dieser Stresssituation.
00:03:59: Sie gibt euch klare Handlungsanweisungen was zu tun ist.
00:04:05: Das heißt, hier habt ihr die Möglichkeit euch an dieser Person zu orientieren und euer Stresssystem fährt mit runter und deeskaliert erstmal in diesem Moment.
00:04:18: Die Situation ist selbstverständlich trotzdem schrecklich.
00:04:21: Das möchte ich gar nicht schmielern!
00:04:23: Ist auch gerade nur ein Gedankenspiel.
00:04:26: Andere Szene.
00:04:28: Stellt euch vor... Ihr sitzt jetzt im Ruderboot, einen großen See und taucht gerade Unwetter auf.
00:04:37: Es fängt an richtig windig zu werden, das Boot fängt ab zu schaukeln es regnet die Wellen kommen und ihr seht nicht weit von euch.
00:04:48: von eurem Ruderboot entfernt ist eine Person im Wasser und ihr rudert dahin und die Welle schaukelt immer mehr und mehr und der Wind wird immer heftiger und es regnete in diesem wackeligen schaukelnden Boot dieser Person zu helfen, eine Hand zu reichen.
00:05:07: So dann komm ich hol dich aus dem Wasser raus und die Person schaukelt kralt sich vielleicht am Boot fest und ihr habt gerade so ein bisschen die Idee.
00:05:17: jetzt fängt es vielleicht wenn's ganz schlecht läuft auch an zu kennt an mein Boot ja?
00:05:22: Auch eine Geschichte oder ein gutes Bild dafür was passiert wenn wir nicht selbst reguliert sind nicht selber stabil sind, nicht selbst gut verankert sind.
00:05:36: Da können wir einer anderen Person in der Notlage ja nicht helfen, da können wir die nicht unterstützen.
00:05:44: Wir als Eltern, als Führungskräfte, Leitungspersonen haben genau diesen Job andere Menschen unser Gegenüber aus vielleicht Notsituationen, die dir vielleicht mal geraten hinaus zu helfen.
00:05:59: Zu deeskalieren zu regulieren.
00:06:02: und das können wir nur, wenn es uns gut geht.
00:06:04: Das heißt, wenn unser Boot gut verankert ist... Wenn wir eine Idee haben wie komme ich denn eigentlich aus einem brennenden Haus heraus?
00:06:12: Was sind die nächsten Schritte?
00:06:15: Und wenn ich diese Situation vielleicht immer mal wieder geübt durchdacht habe und Sicherheit gewinne Wie gehe ich damit um?
00:06:24: Und das ist unser Job als im weitesten Sinne Leitungs und Führungskräfte, eben auch als Eltern.
00:06:32: Das heißt hier ist es schon auch wichtig zu gucken was bringt mich denn immer so ins Schlittern?
00:06:40: Wo sind dann meine wundten Punkte?
00:06:43: Wo springe ich eigentlich immer wieder an und wo sind die Situationen, Bedingungen in Schwierigkeiten gerade?
00:06:55: Wo ich in einer Eskalation gerade, wo ein Konflikt sich noch mehr hochschaukelt, als dass der Konflikt sich entspannt und löst.
00:07:06: Das heißt diese Seite dieses ja wo gerade ich eigentlich in Stress... Wo sind meine Wundenpunkte?
00:07:15: Sind auch unsere Verantwortung damit umzugehen und sind unsere Verantwortung das wir uns hier innerlich ins Sicherheit bringen.
00:07:25: Dass wir uns deeskalieren und selbst regulieren, weil uns dagegen über unsere Kinder jugendlichen Mitarbeitenden sich an uns orientieren.
00:07:39: Wenn unser Gegenüber in einem Gefahrensystem unterwegs sind im Hirn dann orientieren die sich an sozialen Orientierungspersonen.
00:07:51: aber du musst es ja wissen wie's geht Wie in dem Beispiel mit der Feuerwehr.
00:07:57: Und dann schauen die sich sehr genau an, wie es sind der Blick.
00:08:00: Wie ist die Stimmlage?
00:08:01: Der Sprechrhythmus.
00:08:03: Welche Gästik welche Mimik fällt mir auf?
00:08:06: und die geben ein Hinweis darauf ist meine Orientierung soziale Orientierungsperson dieser Situation gewappnet?
00:08:13: kann ich mich an ihr halten?
00:08:15: kann Ich mich an Ihr festhalten?
00:08:17: das Bild wäre jetzt hier dass eines leuchtturms Leuchtturm steht auch fest im Grund immer stabil, auch wenn es stürmt und schneit und blitzt.
00:08:29: Und Donald und die Wellen hoch sind der steht da und macht seinen Job nämlich leuchten Orientierung geben.
00:08:35: Es liegt immer wieder bringen soll hier stopp Hier bin ich Fahrrad rum fahren in sicheren Hafen mir sind die Klippen usw.. Das ist so dieses Bild was hier nochmal gut ausdrückt was unser job ist und Ich bin mir sehr sicher dass ihr Schon Ideen habt, dass du schon Ideen hast.
00:08:53: was funktioniert denn gut für dich.
00:08:56: Dass du dich deeskalieren kannst das du dich selber gut runter regulieren kannst.
00:09:02: Da bin ich sehr zuversichtlich und überzeugt dass es da schon etwas gibt.
00:09:06: manche Sachen die sind eher unbewusst die laufen unbewust ab.
00:09:10: Handlungsimpulse, wenn wir im Stress sind.
00:09:13: Was weiß ich?
00:09:14: Dass wir vielleicht mit dem Fuß wippen oder mit den Armen immer wieder was auch immer machen und die Hände, dass wir uns über ein Körper streifen um uns runterzuregulieren.
00:09:26: Das sind unbewusste Prozesse.
00:09:28: hier wäre ja interessant wirklich zu schauen und zu beobachten und wahrzunehmen.
00:09:32: Was mache ich dann eigentlich diese unbewusst prozesse vielleicht bewusst zu machen?
00:09:37: Weil letztendlich, wie es in der Physik auch ist ja Nevertoucher Running System.
00:09:42: Also das was funktioniert machen mehr machen davon von den Sachen die gut funktionieren also hier sich vielleicht zu beobachten Was tue ich denn eigentlich schon unbewusst unwillkürlich und selbstverständlich wirst du auch Möglichkeiten haben und Strategien auf der bewussten Ebene durch zu deeskalieren und selbst zu regulieren.
00:10:06: Da werden Saskia und ich in der nächsten Folge auf jeden Fall detaillierter drauf eingehen, weil es hier unterschiedliche Möglichkeiten gibt auf unterschiedlichen Ebenen und ich bin auch jetzt schon überzeugt davon dass du da sicherlich schon einige Strategien dazu in der Tasche hast.
00:10:23: Das würde mich sehr interessieren und ich gehe davon aus auch Saskia was ist denn das was du da machst?
00:10:28: Was gut funktioniert für dich um dich selbst zu regulieren.
00:10:33: Da würden wir Dich bitten, vielleicht hast Du Lust uns das mal zu schreiben in den Kommentaren oder auf Hallo-Ed stark und nah.de.
00:10:42: Was ist so dein Go-to?
00:10:44: Was ist das, was gut für dich funktioniert.
00:10:47: So Best Practice!
00:10:48: Das bestimmt ganz interessant.
00:10:50: auch in der Praxis habe ich schon einige sehr kreative und tolle Ideen gehört wie Menschen eben mit Stresssituation oder Instress oder Zonen umgehen um sich runter zu regulieren und sich aus dem Verkehr zu ziehen.
00:11:15: Aufschub ist auf jeden Fall Stärke.
00:11:17: Wir klären hier nichts in der Stresssituation, sondern wir schieben auf.
00:11:21: Wir schmieden das Eisen wenn es kalt ist.
00:11:24: Heimoma hat das immer wieder so schön gesagt, wir schmieten das Eisen, wenn es Kalt
00:11:29: ist.".
00:11:29: Das heißt, wir gehen weg von einer unmittelbaren Reaktion die eben meist sehr emotional begleitet ist.
00:11:35: Alte Therapeutentrick atmen tief durch, bringen uns runter, regulieren uns selbst und dann gehen wir noch mal ins Gespräch und dann klären wir erst die Situation Und wir versuchen hin zu einer beharlichen und verstehenden Aktion, kontrolliert und Orientierung geben wie ein Leuchtturm.
00:11:55: Der ist nämlich auch nicht aufgeregt wenn es stürmt und schneit und die Wellen so hoch sind.
00:11:59: Es funktioniert selbstverständlich nicht immer dass wir bei uns sind immer deeskalierend und immer selbst beherrscht und selbst reguliert.
00:12:09: Das wäre fast ein bisschen unmenschlich, manchmal sind die Bedingungen nicht hilfreich oder wir sind gerade selber wenig.
00:12:16: in der Präsenz selber gibt es vielleicht stressreiche Situationen wo's uns nicht gelingt diese Orientierungsperson zu sein.
00:12:26: das ist nicht ganz weitertragisch.
00:12:28: shit happens.
00:12:30: Hier ist natürlich interessant zu gucken, wie gehen wir dann damit um?
00:12:34: Können wir sagen okay da ist uns hier echt was ein Fehler unterlaufen.
00:12:38: Das tut uns sehr leid.
00:12:40: ja es ist eine Form von Wiedergutmachung gibt, ne Form von Reflexion und ein Lernen aus diesem Fehler, also da zu gucken.
00:12:48: Was tue ich denn das nächste Mal damit es eben anders läuft?
00:12:54: Ein wenig selbst regulierter läuft.
00:12:57: Das tut unseren Gegenüber gut zu wissen okay Fehler dürfen passieren und es wird sich hoch verantwortlich auch darum gekümmert dass diese Fehler wieder gut gemacht werden.
00:13:06: Diese Sachen, wenn es so Spitzen gibt ja immer wieder im Verlauf dass wir uns nicht immer selber regulieren können das passiert.
00:13:13: Das ist auch nicht weiter tragisch oder schlimm.
00:13:15: Wenn uns das dauerhaft so passiert nicht gut versorgen können in unseren Wundenpunkten, dann wird es hier eher schwierig.
00:13:27: Das heißt das ist wirklich unsere Aufgabe und unsere Verantwortung in der Führung dass wir uns um uns selber kümmern, dass wir die Aufgabe eines einer sozialen erwachsenen Orientierungspersonen wirklich gut wahrnehmen können.
00:13:43: dazu Das nächste Mal in einer ausführlichen, langen Folge mehr wieder mit Saskia.
00:13:51: Von mir jetzt erst mal hier.
00:13:53: so weit wie gesagt schickt uns euer Go-to, euer Best Practice.
00:13:59: was tu ich?
00:14:00: Was ist für mich schon hilfreich?
00:14:02: Was funktioniert für mich um mich zu... deeskalieren, selbst zu regulieren.
00:14:08: Was funktioniert?
00:14:10: Schreibt uns das!
00:14:11: Heute könnt ihr auch für alle anderen hilfreich sein.
00:14:14: Entweder in die Kommentare oder Hallo et stag und nahe da können wir uns auch grundsätzlich erreichen mit Fragen Antworten Kommentaren Beispielen aus eurem Alltag.
00:14:25: Vielleicht habt ihr Lust auch, euch zu beobachten und mal zu gucken ja was sind denn die unwirklichen unbewussten Gesten, die ihr schon macht um euch zu regulieren?
00:14:38: Soweit von mir an dieser Stelle, wir werden uns selbstverständlich in der nächsten Folge eingehen da damit beschäftigen.
00:14:47: Wir werden in die unterschiedlichen Möglichkeiten gehen wie Selbstregulierung gelingen kann und wir werden unsere Stresssysteme anschauen.
00:14:57: Wir werde uns das Hirn anschauen was denn da passiert.
00:15:01: ihr bekommt einige Ideen Tipps und Tricks von unterschiedlichen Kollegen, Kolleginnen die sich damit eingehender beschäftigen.
00:15:10: Die wir euch auch zur Verfügung stellen.
00:15:13: bis dahin gibt uns gerne Feedback und dann hören wir uns in der nächsten Folge wieder mit Saskia.
00:15:22: Bis dahin alles Liebe Eure Jenny.
00:15:36: Herzlichen Dank an meine beiden Kinder die diese Folge geschnitten haben.
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