Wachsame Sorge - zwischen Vertrauen und Eingreifen

Shownotes

Wann ist es Zeit, loszulassen - und wann sollten wir genauer hinschauen? In dieser Folge sprechen Saskia und Jenny über das Steuerungsinstrument der "wachsamen Sorge". Die drei Stufen - von der offenen zur fokussierten Aufmerksamkeit bis hin zum aktiven Eingreifen. Anhand konkreter Beispiele aus dem Familienalltag wird deutlich, wie sich diese Haltung praktisch umsetzen lässt und woran Eltern erkennen können, wann welche Stufe gefragt ist. Eine Einladung präsent zu bleiben - auch dann, wenn es herausfordernd wird.

Literatur:

  • Empfehlen wir gerne Eltern und als ersten Einblick in die Verbindende Autorität: "Das Geheimnis starker Eltern" von Haim Omer und Philip Streit, erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht

  • Das Handbuch des Netzwerk für Neue Autorität im deutschspachigen Raum (NeNA) gibt eine ausfühliche Einführung und Einblicke in die verschiedenen Anwendungsgebiete des Konzepts: "Neue Autorität – Das Handbuch: Konzeptionelle Grundlagen, aktuelle Arbeitsfelder und neue Anwendungsgebiete" von Bruno Körner (Hg.), Martin Lemme (Hg.), Stefan Ofner (Hg.), Tobias von der Recke (Hg.), Claudia Seefeldt (Hg.), Herwig Thelen (Hg.), ebenso erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht

Du hast Fragen, Beispiele aus dem Alltag oder möchtest eine Rückmeldung geben? Dann kontaktiere uns gerne unter: hallo@starkundnah.de

Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:08: Stark und nahe.

00:00:09: eine Frage der Haltung, der Podcast über verbindende Autorität.

00:00:14: Hallo ich bin Saskia Keeling, Psychologin, Systemische Therapeuten und Coach für neue Autoritäten.

00:00:20: Mir ist Verbindung der Autoritet einer Herzensangelegenheit.

00:00:23: sie transportiert die Haltung.

00:00:25: du bist mir wichtig.

00:00:27: was du tust ist mir nicht egal.

00:00:30: Ich bin Jenny Außerstorfer, systemische Therapeutin und auch Coach für neue Autorität.

00:00:37: Mir gefällt der Aspekt der Verantwortung – wie wir gleichzeitig präsent-, klar-und wohlwollen sein können?

00:00:47: Über das wollen wir hier in diesem Podcast sprechen mit euch die ihr

00:00:52: Eltern,

00:00:53: Pädagoginnen oder Entführungsverantwortung seid!

00:01:03: Ja, wir begrüßen euch wieder zu einer neuen Folge von Stark und Nah.

00:01:09: Eine Frage der Haltung.

00:01:11: Hier spricht Jenny und es sitzt wieder dabei die Saskia.

00:01:15: Hi Saskia!

00:01:16: Grüß dich.

00:01:18: Hallo.

00:01:19: Wir würden gerne einsteigen und zwar bevor wir überhaupt in das Thema heute gehen.

00:01:25: möchte ich mich oder wollen wir uns sehr herzlich bei euch bedanken?

00:01:30: und vor allen Dingen durchwegs positive Rückmeldungen von euch bekommen zu unserem Podcast, zu den Folgen die wir schon gemacht haben.

00:01:39: Es waren sehr berührende Rückmeltungen dabei, von dem her vielen, vielen herzlichen Dank.

00:01:44: auch eine Rückmältung da würde ich gern ganz kurz Bezug dazu nehmen.

00:01:49: und zwar hat eine Mama gesagt ach schön dass ihr das jetzt macht und es hätte mir so sehr geholfen als meine Tochter so klein war.

00:01:57: jetzt ist meine Tocher schon erwachsen Und ich würde hier einmal nur kurz sagen, wir setzen den Fokus natürlich auf Kinder und Jugendliche.

00:02:05: Die Eltern der Kinder- und Jugendlichen und viele Sachen die wir hier besprechen lassen sich auch auf andere Lebensbereiche eigentlich einwandfrei anwenden entweder auf sich selber oder auf den Arbeitsbereich.

00:02:17: also auch wenn wir hier den Fokuss eben auf Kindern, Jugendliche und deren Eltern setzen sind viele Themen dabei die auch woanders gut zu nutzen sind.

00:02:27: Also das Erst mal dazu herzlichen Dank für diese positive Rückmeldungen.

00:02:31: Gerne weiter unter Hallo, Ed Stark und na.de oder in den eingängigen Podcast-Plattformen gerne Bewertung dalassen oder einen Kommentar fragen stellen.

00:02:42: wir freuen uns wahnsinnig drüber.

00:02:45: Danke auch von mir.

00:02:46: Wir haben heute ein Thema, was auch ziemlich anknüpft an das Thema, dass wir letztes Mal hatten.

00:02:53: Da haben wir ja uns über das Körbemodell ausgetauscht und wie wir eigentlich die ganzen Sachen sortieren, die wir mit unseren Kindern und Jugendlichen erleben, was wir gerne in den Fokus nehmen wollen.

00:03:08: Und

00:03:09: diesmal geht es uns um den Begriff wachsame Sorge, auch ein Teil der Haltung der verbindenden Autorität.

00:03:18: Und es geht uns eben darum, auch bisschen zu beschreiben kann eine älterliche Rolle da sein beim Gegenüber und das ist so der Ausgangspunkt.

00:03:30: Die wachsame Sorge beschreibt drei Stufen und wir würden mit der ersten Stufe beginnen ja wo ich einfach beobachte wie Wie ist mein Kind?

00:03:42: Wie geht's dem, was macht es?

00:03:45: und jetzt eigentlich keine großen Wahnsignales ihr.

00:03:48: Das wäre die offene

00:03:49: Aufmerksamkeit.".

00:03:50: Genau!

00:03:50: Und da wollten wir einfach mal miteinander ins Gespräch kommen, was das alles bedeutet und was es das für Beispiele gibt.

00:03:58: Ich würde gerne nochmal ein bisschen einhaken eben zu diesem begriffwachsame Sorge, Saskia wenn du das erlaubst weil ich finde das nämlich einen sehr geschickten Begriff Dieses Wachsam, dieses Aufmerksamsein, achtsam sein.

00:04:12: Das heißt hier geht es ja wieder in die Präsenz.

00:04:16: Ich bin da und ich bleibe da.

00:04:18: Und ich habe hier eine Sorge.

00:04:20: Das heisst auch eine Verpflichtung, eine Verantwortung.

00:04:24: Wenn ich diese wachsame Sorge nehme als Begriff bedeutet das so den bewussten Übernahme von der Verantwortung, die mir meine Rolle gibt.

00:04:32: Der Roller ist Mama, Roller is Papa, dass ich meinen Job

00:04:36: mache."

00:04:36: gilt auch für Führungskräfte, weil die auch eine Fürsorgepflicht haben.

00:04:42: Also in diesen asymmetrischen Beziehungen eben wachsam aufmerksam achtsam zu sein und hier eine Sorge zu haben also eine Für-Sorgepflicht und eine Verantwortung das finde ich ist noch mal glaube ich ganz gut nochmal bewusst zu machen.

00:04:58: und genau diese drei Stufen und wie du gerade gesagt hast Stufe eins sind es sehr offene Aufmerksamkeit Das heißt zwar ein wenig zurücklehnen und kann immer wieder gucken.

00:05:10: Ich bin immer noch achtsam, aber habe so die Idee.

00:05:13: Die Situation, die wir hier haben und der Kontexten, den wir gerade sind ist okay.

00:05:18: Damit kommen wir beide gut zurecht – meine Jugendliche, meine Jugendlichen, mein Kind.

00:05:23: Und ich vielleicht in meiner Führungsverantwortung als Eltern bleibe aber immer im Beziehungsangebot einer Beziehungshäste.

00:05:31: Das heißt, grundsätzlich verstehe ich es im Austausch.

00:05:38: Ich beobachte eher was passiert.

00:05:41: Zum Beispiel bin ich mit meinem Kind, das vielleicht jetzt noch nicht hundert Prozent sicher ist im Straßenverkehr in der Öffentlichkeit unterwegs.

00:05:51: aber was das größtenteils schon gut macht und wo wir in den letzten Wochen eigentlich nicht viel Schwierigkeiten hatten Da greife ich nicht groß ein Aber ich bin da Und ich würde es nicht aus den Augen lassen.

00:06:02: Ja so neugieriges Interesse.

00:06:06: Ich habe einen Dialog, ich habe ein neugieriges Interesse.

00:06:08: Ich bin eben wachsam, achtsam und aufmerksam genau beobachte.

00:06:13: Auf Schulkinder gemünzt fällt mir jetzt gerade ein weil da sind wir aktuell mit unseren Kindern, mit unseren jugendlichen Kindern so dieses ja wie geht es denn dir in der Schule?

00:06:23: Und dann erzählen die und erzählen eigentlich auch relativ offen und da kommt mal eine neugirige freundliche Rückfrage irgendwie gerade gut zu laufen.

00:06:36: Auch die Themen, die beide Kinder so haben, das scheint ihr recht gut zu machen.

00:06:43: Das heißt ich habe so das Gefühl, die sind so den Anforderungen, die sie gerade beider haben in der Schule als dreizehn- und vierzehnjährige gut gewachsen.

00:06:53: Sie haben die Fähigkeiten dazu damit gut umzugehen, die Kompetenzen und genau haben eine Idee davon wie sie damit gut Umgehen können mit dem was aktuell gefordert ist.

00:07:04: Und Sie machen es eben auch meistens freiwillig.

00:07:07: Ja, zuverlässig eigentlich auch.

00:07:11: Also sogar zuverlässig und gutes ein oder andere.

00:07:14: da werde ich vielleicht heute erzählen mal gucken so das eine oder andere klar dann muss man bisschen mehr dahinter bleiben.

00:07:20: aber so im Großen und Ganzen sind wir recht entspannt Aber nicht... Das darf man wirklich glaube ich nicht außer Acht lassen.

00:07:29: Wir sind nicht zu entspannt Wir bleiben ja dran.

00:07:32: Es ist immer diese, was wir jetzt auch in einer vorletzten Folge hatten die Beziehungsgästen bzw.

00:07:38: Angebote.

00:07:39: Wir sind grundsätzlich in Beziehung und es ist das jetzt nicht egal sondern wir bleiben im Dialog, wir bleiben am Gespräch und wir bleiben in der Beobachtung.

00:07:47: Das heißt ihr fragt immer wieder nach wahrscheinlich?

00:07:50: Und immer wieder wird's auch etwas geben... wo es vielleicht noch mal zu erklären gibt oder so, was vielleicht keine große Sache ist.

00:07:59: Aber was natürlich zu einer großen Sache werden könnte wenn man's nicht bemerkt!

00:08:03: Richtig.

00:08:04: Ja, und es geht ja auch für dieses Beispiel was du handest mit dem Straßenverkehr Auch hier bleibe ich immer in der Beobachtung Und immer wieder stimmt das noch Kann ich dem noch vertrauen?

00:08:15: Krieg das meinen Kind noch hin hier gut Ach zu geben.

00:08:20: Auf den Straßenverkehr kommt das damit gut kleiben nicht über die Straße zu laufen und bin da auch eigentlich immer so ein bisschen mit im Gespräch.

00:08:28: Und immer in der Beobachtung, also ich lehne mich nicht zurück und sage ja das kriegt das schon irgendwie hin mein vierjähriges Kind lasse ich mal machen.

00:08:35: Also das ist es eben nicht!

00:08:37: Ich bleib präsent.

00:08:39: Und Straßenverkehr ist vielleicht auch ein grenzwertiges Beispiel weil gerade bei Kindergarten Kindern die können jetzt viele Wochen gut gemacht haben und dann kommen sie doch wieder in eine gefährliche Situation wo ich sehr schnell in der dritten Stufe wäre und eingreifen ist?

00:08:56: Ja, genau.

00:08:56: Und ich glaube – das hattest du ja auch angesprochen gerade Saskia – dass es mit älteren Jugendlichen so ist oder ältern Kindern wie uns eigentlich nicht wirklich immer sicher sein können.

00:09:11: Es kann eine ganze Ecke richtig gut laufen wunderbar!

00:09:14: Und irgendwann passiert irgendwas, man steckt ja manchmal nicht drin und dann rutschen wir entweder in Stufe zwei oder in Stufer drei.

00:09:23: Aber dass uns das eben nicht aus einem Blick gerät und dass wir nicht irgendwie so ganz überrascht sind braucht es eben diese Stufe eins.

00:09:32: Das heißt so die bewusste Entscheidung nochmal hier ich habe eine Verantwortung und ich bleibe in der Beobachtung.

00:09:38: Ich bleibe wachsam offen aufmerksam.

00:09:44: dass das was ist, was ja immer mehr oder weniger mitläuft.

00:09:47: Mehr oder weniger?

00:09:48: Ich bin ja auch nicht immer gleich da und gleich präsent darüber haben wir ja schon einmal gesprochen.

00:09:54: aber dass es das eben als Grundaufmerksamkeit prinzipiell braucht.

00:09:58: Genau ich weiß nicht ob du dich dran erinnern kannst wollte ich nämlich gerade sagen Ich glaube, das war mal auf einer Fortbildung in Linz.

00:10:05: Da wurde diese Geier-Taktik genannt.

00:10:08: Das heißt wie so ein Geier fliegt man so in großer Höhe drum herum und hat zu dieser ganzen Situationen Begebenheiten im Blick Und man kreist drüber und beobachtet und schaut.

00:10:20: ich fand es als Bild eigentlich total schön.

00:10:22: Weiß nicht ob du dich erinnern kannst schon bisschen her

00:10:25: Schon bisschen her ja Aber ein total schönes Bild.

00:10:29: Das heißt, so Stufe eins ist eigentlich relativ klar.

00:10:33: Ich würde gerne – weil jetzt haben wir es schon genannt und es sind drei Stufen – ich würde gerne in die zweite Stufe gehen.

00:10:39: Wäre das für dich okay oder haben wir jetzt hier irgendwas auf Stufe Eins außer Acht gelassen?

00:10:43: Wenn wir gerade eh schon dabei sind, offen und aufmerksam zu sein!

00:10:47: Ich glaube, wir können's erst mal so lassen und zur Stufe zwei gehen.

00:10:51: Das wäre die fokussierte Aufmerksamkeit.

00:10:53: Das heißt mir ist irgendetwas aufgefallen wo ich sage... Vielleicht muss ich da genauer hingucken.

00:11:00: Mein Jugendlicher geht es gerade nicht so gut, hat er formuliert oder Ich habe Sorge das Kind nimmt Drogen Oder Es macht drei Schritte auf die Straße zu mein Kleimkind.

00:11:10: und dann wäre ich bei der fokussierten Aufmerksamkeit.

00:11:13: Genau das heißt ich habe hier ein Thema ich hab hier eine Situation Eine Begebenheit worauf ich meinen Fokus lenke.

00:11:23: Das wäre dann, um in diesem Bild der Tiere zu bleiben.

00:11:26: Die Adler-Taktik.

00:11:27: Ich habe das hier sehr genau im Blick.

00:11:29: Ich hab hier etwas einen bestimmten Punkt sehr genauem Blick, sehr fokussiert.

00:11:35: Du hattest gerade ein paar Beispiele angesprochen.

00:11:40: Eben Drogen, Konsum eventuell oder Schule schwänzen würde ich jetzt noch mit reinnehmen.

00:11:47: Ein Kind im Straßenverkehr vielleicht doch nicht so ganz verlässlich Da ist es aber noch nicht ganz so wie auf Stufe drei.

00:11:55: Jetzt greife ich einen Ticken vor, wo das schon gefährlich wird, sondern da müssen wir jetzt wirklich ein Schritt näher hin oder zwei und wir müssen wirklich ins Gespräch gehen.

00:12:05: Das heißt hier erhöhen wir unsere Präsenz und gehen verstärkt in den Dialog mit unserem Kind, mit unserem Jugendlichen.

00:12:16: Also jetzt das Kleinkind, was irgendwie ein bisschen mehr an Rand vom Gehsteig geht.

00:12:20: Wo ich sagen würde du schau mal geh mal einen Schritt zurück da kommen die Autos doch relativ schnell und mir ist es wichtig dass du zwei Schritte innerhalb des Gehstreiks gehst.

00:12:33: oder wenn ich merke, mein Jugendlicher irgendwie verhält sich der jetzt irgendwie seltsam komisch verstehe gar nicht was da los ist.

00:12:41: Da eben auf die detektivische Suche zu gehen den Dialog zu treten und sagen okay was denn los?

00:12:46: Versteht gerade nicht irgendwas anders als sonst und ich weiß es noch nicht.

00:12:51: lass uns doch mal in den Austausch gehen.

00:12:53: mir fällt jetzt grad meinen Sohn ein.

00:12:54: Ich hoffe er verzeiht mit das weil ich habe gar nicht gefragt ob ich das erzählen darf Aber es ist jetzt nicht so schlimm.

00:12:59: Ja, also da ist wieder... Wir hatten das schon mal.

00:13:02: So dieses Thema Praktikumsuche und da sind wir jetzt hier nicht auf Stufe eins in der offenen Aufmerksamkeit weil ich so das Gefühl habe, dass tut es sich einfach schwer ja?

00:13:13: Weil na klar!

00:13:13: Es ist halt auch blöd wenn ich keine Rückmeldung krieg oder überhaupt mich kümmern muss.

00:13:20: Und dann kriege ich vielleicht irgendeine Absage, das macht ja gar keinen Spaß.

00:13:25: Das heißt jetzt auch nicht wirklich was sehr angenehmes, keine angenehm schöne Beschäftigung und hier wären wir übrigens oder sind wir auf Stufe zwei.

00:13:34: also wir sind in der fokussierten Aufmerksamkeit okay?

00:13:37: Was kannst du jetzt machen, wen kannst noch anschreiben?

00:13:40: wie kannst denn dir helfen lassen.

00:13:42: von wem denn also wir?

00:13:45: Wo brauchst du Unterstützung?

00:13:48: In was genau brauchst Du Unterstützung, wie soll diese Unterstützung aussehen?

00:13:52: und wir sind Es tut uns auch fast ein bisschen leid aber es ist halt einfach unser Job.

00:13:57: Wir sind echt ein bisschen nervig und penetrant.

00:13:59: gerade

00:14:00: Also mein Sohn Bereitet sich grad auf Abiturprüfungen vor Und da ist es auch so dass ich das ich sage okay dann ja der wird das schon irgendwie machen.

00:14:12: und klar es wäre vielleicht noch schöner er würde noch ein bisschen mehr investieren, aber er tut da vergleichsweise mehr als vorher.

00:14:22: Und trotzdem ist es... also da würde ich jetzt gar nicht sagen das ist ein problematisches Verhalten und trotzdem ist er gerade ein bisschen in unserem Fokus einfach weil er die Unterstützung kriegt, die ja vielleicht einfach gerade braucht bei den ersten großen Prüfungen der hat.

00:14:38: Und ich würde hier mit Einflächten auch, dass also je mehr unsere Präsenz ja dann steigt in solchen Sachen und wo wir merken, oh hoppla jetzt wird es vielleicht ein bisschen knackig oder mal gucken wie er's hinkriegt.

00:14:52: wie sie es hinkriegt, hier auch noch mal auf diese Beziehungsgästen zu verweisen.

00:14:58: Das heißt da auch bewusst positive freundliche wohlwollende Beziehungangebote zu setzen weil wir sind ja hier wirklich... naja das kann schon ein bisschen nervig rüberkommen für so einen kleinen Kind wenn die Mama schon wieder meckert weil das mit der Straße nicht klappt oder mit dem anziehen oder mit einem essen oder zähne putzen dass wir hier noch mal bewusst eben in diese Beziehungsgästen gehen und bewusst nochmal die positiven Anreize schaffen bzw.

00:15:27: positiven Beziehungstangebote setzen.

00:15:31: Auch einfach als Ausbalanciierung von anderer Stelle sind wir gerade ein bisschen nervig?

00:15:37: Ja, genau!

00:15:38: Und das ist ja unser Job.

00:15:39: Also dieses Nervig sein, beharlich sein... Das ist ja unsere Job, ne wachsame Sorge ist unser Job.

00:15:48: und da im Kontakt zu bleiben, das kann schon ein bisschen anstrengend sein.

00:15:55: Das ist für alle nicht einfach.

00:15:57: Es braucht auch für uns Eltern eine hohe Präsenz, eine hoher Aufmerksamkeit und eben auch den Mut ins Gespräch zu gehen mit unseren Kindern in in Kontakt zu gehen und sagen, ich lasse dich jetzt hier mal nicht los.

00:16:11: Ich habe dich noch ein bisschen genauer im Blick.

00:16:14: Schaffst du das mit dem Abitur?

00:16:15: Brauchst du da noch was?

00:16:17: wie ist es?

00:16:18: Das kann ich ja auch so nutzen.

00:16:21: Was glaubst du denn?

00:16:23: Wie kommst du gut zurecht?

00:16:25: Wie kompetent fühlst du dich?

00:16:27: Braucht du was?

00:16:28: Braust du nix?

00:16:29: Du hattest jetzt auch gerade das mit den Drogen nochmal angesprochen.

00:16:32: Das passiert ja vielleicht hin und wieder ganz gut oder?

00:16:35: ich habe jetzt grad so ein bisschen das Thema mit meiner Tochter, wie viel diese sozialen Medien mit Schminken und Hübsch sein und so wieviel tut es gut?

00:16:46: Also da in einen guten Kontakt zu gehen und wirklich sehr genau in den Blick zu nehmen und auch wirklich zu fragen Eine Positionierung vielleicht noch nicht ganz, aber einfach so ein offenes Gespräch darüber zu führen.

00:17:02: Wo stehe ich da und ab wann wird es denn schwierig?

00:17:07: Da eine Transparenz zu sein.

00:17:10: Und die zweite Stufe ist doch relativ breite Stufe weil wenn wir jetzt zum Beispiel über Drogenkonsum sprechen und da schon wirklich auch wissen das Verhalten ist etwas problematisch Und vielleicht aber von unserem Jugendlichen auch Reaktionen bekommen, die darauf schließen lassen, dass er sich da nicht total versperrt oder einfach noch massiv andere Themen haben.

00:17:33: Dann wäre das auch in der zweiten Stufe genauso wie... Ah ja!

00:17:38: Das ist jetzt irgendwie breiteter auf Prüfung vor und ich bin mir nicht ganz sicher.

00:17:45: Das wäre beides fokussierte Aufmerksamkeit und das ist doch recht unterschiedlich problematisch?

00:17:50: Naja, total.

00:17:53: Und hier gibt es eine schöne, da kann ich mich vielleicht ein bisschen einsortieren in der Wachsam-Sorge.

00:17:58: Wo stehen wir denn gerade?

00:18:00: Und die gibt uns auch ein bisschen Handlungskompetenz.

00:18:04: also wie gehen wir in solche Gespräche rein bzw.

00:18:06: wie sehen dann überhaupt so Gespräche aus?

00:18:10: Und da gibt es eben dieses fokussierende Gespräch, auch eben auf dieser zweiten Stufe der Bachsam Sorge.

00:18:17: Wo wir schon nachgucken.

00:18:19: ja was muss im Vorfeld denn eigentlich passieren bevor ich in dieses Gespräch gehe?

00:18:23: Also dass sich meine Haltung meiner eigene überhaupt reflektieren.

00:18:27: Eben vielleicht noch mal nutz, was du ja Saskia angesprochen hattest so diese drei plus eins Körpe wo stehe ich hinter überhaupt?

00:18:33: Ja wo ist ein welches Verhalten einzusortieren und Welches nehme ich denn eigentlich, ja oder verzettle ich mich gerade?

00:18:42: Was ist das Ziel des Gesprächs?

00:18:44: auch so dieses Ganze.

00:18:45: Ja wo soll das stattfinden und in welchem Rahmen?

00:18:48: wann soll es wie stattfinden dass es Raum gibt und Möglichkeit gibt da wirklich einen guten Austausch zu gehen.

00:18:57: genau und Da wären eben wenn wir jetzt uns auf das körbe modell beziehen sind jetzt die Stufen der wachsamen Sorge nicht eins zu eins übertragen in den rot-gelben grünen Korb, aber haben eine gewisse Verbindung.

00:19:14: Das heißt ich würde sagen okay massiv problematisch verhalten Stufe drei bei uns.

00:19:21: vielleicht muss sich da sogar noch ne Auswahl treffen um zu sagen das ist jetzt in meinem Roten Korb drin.

00:19:28: andersrum kann ich auch deutlichen Drogenkonsum, wo ich sage ich bin von der Kommunikation her noch in der zweiten Stufe als meinen Fokus im roten Korb haben wenn es eben nichts dringenderes gibt.

00:19:45: Genau also das man da klar bleibt und eben sich nicht verzettelt.

00:19:50: Ich habe gerade, das haben wir ja im Vorfeld besprochen in der Vorbesprechung erzählt dass ich letzte Woche in meinem Elternkurs den den ich gebe zur verbindenden Autorität dass wir dieses fokussierende Gespräch geübt haben was sehr berührend also was ich es sehr berühren fand wie eigentlich alle sehr berührend fanden weil das hier noch mal gezeigt hat wie das wirken kann wie ein Dialog auf Augenhöhe schon passieren kann.

00:20:20: Und trotzdem bleibe ich als eben verantwortliche Inführung.

00:20:28: Ich leite sozusagen diesen Dialog, ich moderiere das.

00:20:32: Das haben wir ein bisschen geübt und ich habe einen Demo-Gespräch was ich da zeige Und ich würde gerne, wenn das okay ist, dass man so ein bisschen eine Idee hat.

00:20:45: Wie läuft denn das eigentlich ab?

00:20:47: So ein Gespräch?

00:20:47: wie könnten das funktionieren?

00:20:50: Wie könnte sich das anhören?

00:20:52: habe ich hier eins und würde das gerne teilen.

00:20:57: Zum Thema Schuleschwänzen habe ich mich einfach festgelegt.

00:21:00: Man könnte das jetzt wirklich zu vielen, vielen Themen machen und ich habe mal das Thema Schuleschwänzen ausgewählt weil das begegnet mir.

00:21:08: bisher glaube ich immer an jedem Kurs hatten wir das als Thema und es würde folgendermaßen ablaufen Wir sind in Sorge!

00:21:17: Wir sind nicht bereit das Schulschwänzeln länger zu akzeptieren.

00:21:21: Deshalb werden wir ab sofort die Regeln ändern.

00:21:24: Wir werden zukünftig mit dir vielen Kontakt gehen, dass wir eine Lösung finden.

00:21:30: Wir werden dich jeden Morgen wecken und dafür Sorge tragen, dass du in die Schule gehen kannst Und das machen wir weil wir uns Sorgen um dich machen.

00:21:38: So das wäre jetzt so dieses fokussierende Gespräch noch sehr auf Augenhöhe, noch sehr freundlich und gleichzeitig recht klar.

00:21:48: In dem Kontext wäre es ja jetzt noch gar nicht mal so ein Gespräch, sondern das wär jetzt erst einmal ein Statement.

00:21:55: Dass du gesetzt hast im Jugendlichen gegenüber.

00:21:57: Genau und darüber kann ich ins Gespräch kommen.

00:22:00: also natürlich gehe ich erstmal in den Statements ganz transparent, ne?

00:22:04: So dass ist das was uns gerade auffällt.

00:22:07: Das passiert grade dieses Statement setzig und dann gehe ich eben in den Dialogens.

00:22:12: ok na wie geht's?

00:22:14: und ich krieg gerne Reaktion.

00:22:16: Das ist noch mal ein bisschen anders als man es auf der dritten Stufe mit einer Ankündigung machen würde, wo man dann eben nicht mehr ins Gespräch gehen würde.

00:22:24: Sondern vielleicht ein bisschen ähnlich aber eben noch ein bisschen deutlicher sagen würde so werden wir's machen und dann aber nicht mehr ans Gespräch geht sondern das als Ankündigung stehen lassen.

00:22:39: Genau, das ist noch mal ein bisschen ein kleiner feiner Unterschied.

00:22:44: Die Ankündigung werden wir mit Sicherheit als Thema hier nochmal in den Podcasts mitnehmen als Folge.

00:22:52: Das ist natürlich ein bisschen klarer und... noch mal einen Versuch, auch sich unabhängig vom Verhalten unseres Gegenübers zu machen.

00:23:02: Das heißt selbst wenn mein Kind eben nicht mehr in die Schule geht, wenn man Kind weiterhin Drogen nimmt, weiterhin Selbst- oder fremdgefährdend in irgendeiner Form ist muss ich ja – weil das ja meine Verantwortung ist als Eltern irgendwie reagieren.

00:23:18: Ich muss ja irgendetwas tun!

00:23:20: Das ist ja mein Job.

00:23:22: und das macht die Ankündigung, dass ich ganz unabhängig vom Verhalten meines Kindes sei es ob das reagiert oder nicht sage okay das werden wir jetzt machen das werde ich jetzt tun.

00:23:30: solltest du XY weiterhin tun wir bleiben weiter in Kontakt mit dir aber ich werde reagieren.

00:23:36: und wenn's ist hey du bist schulisch verpflichtet muss ab einem gewissen Punkt die Polizei holen oder ich werde dich nicht mehr krank melden an der Schule.

00:23:46: Oder wenn ich merke, hey du wirst jetzt hier durch diesen Drogenkonsum kriminell ja weil du vielleicht selber das Zeug vertickst da werde ich reagieren.

00:23:55: und dass ist nochmal so ein Ticken auch noch mal einen Unterschied.

00:24:00: Stufe drei wo es wirklich ein bisschen gefährlicher wird.

00:24:03: Und diese Form der Ankündigung kann man auf Stufe three machen?

00:24:07: Die kann man auch schon ein bisschen früher machen wo man zwischen Stufe zwei und drei steht, aber das wäre eben noch mal ein deutlicher Unterschied.

00:24:13: Wo man dann auch erst einmal nicht ins Gespräch kommt sondern erstmal das deutlich markiert und später ins Gesprächen gehen kann.

00:24:23: auf der zweiten Stufe kam er aber durchaus auch anders ins Gespräche gehen.

00:24:27: wenn ich jetzt sage okay Ich habe mein Jugendlicher macht demnächst Prüfungen lernt er nicht so viel, wie er sich vorgenommen hatte oder?

00:24:38: ich merke, er stellt immer wieder Fragen aber eigentlich zu Zeitpunkten wo ich wenig Zeit habe.

00:24:44: Dann gehen wir vielleicht ins Gespräch und schauen wie kann das jetzt nochmal anders aussehen?

00:24:49: Wie kann ich dich besser unterstützen?

00:24:52: Woran hakt es?

00:24:53: dass du doch nicht soviel lernst wie du dir's vorgenommen hattest Und wo ich dann vielleicht gar nichts ankündigen muss fokussierenden Gespräch eben deutlich mache, sondern wo ich erst mal offen ins Gespräch gehe und offen gemeinsam überlegen kann.

00:25:12: Und manchmal ist so – Ich weiß nicht wie da deine Erfahrungswerte sind Saskia?

00:25:15: Ich erlebe das entweder mit meinen Kindern oder im Coaching und den Familientherapien mit meinen klienten Klientinnen so dass in diesen Gesprächen selbst selten Lösungen stattfinden sondern es eher passiert, dass so fast ein bisschen im Neben bei dem Alltag diese Lösungen entweder bewusst unbewusst von den Kindern Jugendlichen eingesetzt werden und schon gelebt werden.

00:25:48: Also immer mehr und mehr.

00:25:49: also das ist jetzt so ein bisschen meine Erfahrung.

00:25:51: hast du da auch Erfahrungswerte dazu?

00:25:54: Also was ich schon oft erlebt habe ist, Gespräch dazu zu dem Thema rückgemeldet wird, aber dass es vielleicht dann tatsächlich auch im Gespräch kommt.

00:26:08: Dann eben zwei Tage später so ich würde Ich würde's aber gerne so machen.

00:26:14: Dann hat das Elternteil vielleicht schon irgendwie ein bisschen Verhalten angepasst dem Kind gegenüber und dann kommt... Ich würde mir wünschen!

00:26:22: Also das ist ja auch okay, wir sagen ja auch Es ist gut wenn man Manchmal eine Verzögerung drin hat in unserer Reaktion, auch auf vielleicht problematisches Verhalten von Jugendlichen.

00:26:34: Auch die Jugendlichen dürfen das auf sich wirken lassen und sich überlegen wie geht es mir damit mit der Veränderung, die jetzt angestoßen wird?

00:26:43: Wie möchte ich darauf reagieren?

00:26:45: Und dass ist völlig okay wenn die Rückmeldungen nach zwei Tagen kommen.

00:26:49: Ja voll!

00:26:50: Das kennt man ja von sich selber auch.

00:26:52: so ein bisschen Bedenkzeit Was mache ich denn jetzt?

00:26:56: Was passt mir, was passt mir

00:26:57: nicht?".

00:26:58: Manchmal nimmt man Sachen noch auch gar nicht richtig wahr.

00:27:01: Dass sie problematisch sind oder nicht problematischer.

00:27:03: Man rutscht dann manchmal so ein bisschen rein in irgendwelche komischen Gewohnheiten und erst mal eine Rückmeldung zu kriegen.

00:27:11: Das kann ja auch mal blöd laufen.

00:27:14: Es kann sich auch mal Blöd anfühlen Verzögerung reinzubringen.

00:27:20: Also bin ich große Freundin davon, um dem so ein bisschen mal drin zu wohnen und auch zu gucken okay wie geht es mir damit?

00:27:29: Und wie will ich mich dazu verhalten?

00:27:30: Ich glaube das haben wir ja alles so ein bissel verdient.

00:27:34: Genau dass wir da so ein Bisschen unser Tempo, dass wir auch achtsam sind.

00:27:40: Und ich glaube das machen Jugendliche schon ganz gut.

00:27:44: und also sich da auch Zeit zu nehmen.

00:27:47: auf der anderen Seite Ja, man lernt ja auch Stück für Stück mehr über sich selbst als Menschen und vielleicht brauchen die auch manchmal ein Tick mehr Zeit um... ...für sich selbst zu spüren.

00:28:05: wie möchte ich es eigentlich haben.

00:28:09: Und ist ja auch zugestanden, was dennoch so verstehe ich?

00:28:16: Nicht für uns Erwachsene bedeutet, dass wir jetzt ewig Zeit ins Land gehen lassen.

00:28:20: Sondern immer wieder mal nachfassen und Fragen ein bisschen behaulich sein und fragen, wie schaut es denn aus?

00:28:26: Hast du schon die Idee?

00:28:26: Hast eine Lösung, wie das machen kannst?

00:28:29: So auf der zweiten Stufe

00:28:30: Genau zweite Stufe Auf jeden Fall.

00:28:34: Jetzt haben wir die dritte Stufe schon angesprochen Das heißt ist hier so ein bisschen... Jetzt wird's schon eng.

00:28:41: Jetzt würde ich sagen, die Kacke am Dampfen weiß ich gar nicht ob man das sagen kann in so einem öffentlichen Podcast hiermit trotzdem getan.

00:28:49: Also jetzt wird es gefährlich, jetzt wird's schon mal schwierig und hier passieren jetzt einseitige Maßnahmen.

00:28:55: Hier müssen wir handeln Punkt

00:28:58: Ja.

00:28:59: also um bei dem Straßenverkehr Beispiel zu bleiben.

00:29:03: Ich hatte mit meinem Sohn einmal eine Situation wo er lange, sich sehr zuverlässig verhalten hat aber doch noch relativ klein war und wo es dann so gefährlich wurde dass ich auch ein bisschen erschrocken bin oder ziemlich erschroken bin.

00:29:19: Und das eine war natürlich das konkrete Eingreifen in der Situation und das andere war aber auch dass er dann mehrere Wochen draußen im Straßenverkehr immer an meiner Hand war.

00:29:31: Sehr zusammen missvergnügen.

00:29:35: So müsste man dann vielleicht auch mal eingreifen, wenn ein kleines Kind sich in Gefahr gebracht hat.

00:29:42: Ja also ich meine da ist ja Schutz unmittelbar und ich glaube du kannst dich bestimmt daran erinnern an die Tagung, die wir gemacht haben im Amsterdam zum non-violent resistance.

00:29:57: Da ging es Darum, dass ein Mädchen eine jugendliche, relativ viele Tabletten genommen hat.

00:30:04: Die lag da im Park und hat relativ viele tabletten zu sich genommen eben in solizidaler Absicht.

00:30:11: Und der Papa hat sie da zum Glück gefunden weil er vorher eben angekündigt hatte Stufe drei der Wachsam Sorge wenn sie nicht auffindbar ist was die nächsten Schritte sind Wenn sie nicht auffindbar ist das er und seine Fraufreunde, Freundinnen von ihr anruft.

00:30:29: Und deren Eltern um eben zu gucken wo ist sie?

00:30:34: Und dann einzugreifen.

00:30:36: Und hier auch einseitige Maßnahme sehr ist das so krass.

00:30:40: also da ziehe ich immer noch den Hut davor dass er sehr ruhig offensichtlich dahin gegangen ist.

00:30:46: Sehr ruhig die Lage gecheckt hat sehr ruhigs sich neben seiner Tochter gesetzt hat Die Tabletten blister gezählt und eben ja Einsatzkräfte angefordert hat und bei ihr geblieben ist, bis die gekommen sind.

00:31:00: Und auch weiterhin bei ihr in Ruhe.

00:31:03: aber das war ganz klar hier ist Schutz unmittelbar hier muss er handeln und alles andere kommt danach.

00:31:11: also Die Idee ist ja nicht, dass wir auf Stufe drei bleiben wollen.

00:31:16: Sondern wir wollen dann irgendwie auf StuFe zwei ja schon wieder zurückkommen und ins Gespräch und hey was ist da los gewesen?

00:31:22: Und wie können wir es ein nächstes Mal anders machen?

00:31:26: muss es ein nächsten Mal geben um auch irgendwann auf StuFa eins zu kommen so sagen okay alles cool passt wieder alles Ja und das kann manchmal Prozess sein.

00:31:34: also ich glaube da war es etwas längerer Prozess.

00:31:39: Ich bin gerade mal überlegen, weil natürlich ist ein Suizidversuch ein problematisches Verhalten und in dem Fall auch Schutz.

00:31:47: Und gleichzeitig ist es ja wirklich... Also das ist wirklich nur so diese Unterstützung gewesen.

00:31:54: also Es macht ja einen Unterschied ob jetzt jemand ein junglicher aggressiv ist oder ob er diesen Suizideversuch unternimmt.

00:32:03: ich weiß

00:32:04: Ist ja trotzdem ein gefährliches Verhalten gegen sich selber und ich muss einseitige Maßnahmen machen.

00:32:10: Sonst mache ich mich doch strafbar, wenn nicht unterlassene Hilfeleistung?

00:32:15: Selbstverständlich!

00:32:16: Also ich muss da eingreifen.

00:32:18: Das müsste ich im Übrigen überhaupt nicht nur bei meiner eigenen Jugendlichen, sondern dabei aber eben.

00:32:23: Ja also das ist ja nochmal irgendwie anders weil Da geht es um Lebensgefahr und da muss ich Hilfe anfordern, ganz egal wer das ist.

00:32:34: Und es geht aber eben nicht um Aushandlung oder um Kommunikation oder irgendwas.

00:32:38: Hier wird nicht diskutiert.

00:32:40: Also das ist etwas was ich meinen Eltern in den Elternkursen auch sage hier ist keine Diskussion, hier ist Monolog, hier is eben einseitiges Handeln gefragt.

00:32:51: Also zum Beispiel auch, wie kann ich unterbinden, dass mein Jugendlicher sich nachts draußen in Gefahr begibt?

00:33:00: Ja.

00:33:02: Kann ich irgendwie mit allen Eltern telefonieren, deren Telefonnummer nicht habe von Freunden von ihm oder kann ich... ...in den Park gehen wo ich weiß das die Jugendliche sich trafne oder also wo ich wirklich sage okay so geht es jetzt nicht.

00:33:16: hier muss ich auch wenn er vielleicht nicht heim kommt hier muss Ich versuchen Schutz herzustellen.

00:33:21: Ob

00:33:21: das dann gelingt, ist nochmal eine zweite Frage.

00:33:23: Aber ich muss jedenfalls es versuchen und es auch dem Jugendlichen gegenüber deutlich machen dass sich das tue.

00:33:30: Richtig, da kommen die Ankündigungen nochmal ins Spiel.

00:33:33: Also wenn wir auf Stufe zweimal merken jetzt wird es irgendwie kritisch und immer kritischer und dann kommt auf Stufer drei die Ankundigung.

00:33:40: also das werde ich jetzt tun.

00:33:42: Ich werde deine Freunde anrufen und meine Eltern die Eltern der Freunde an rufen.

00:33:46: Ich werd eben meine Präsenz noch mal stärker erhöhen Und dich aufsuchen wo auch immer du bist und dort auch bleiben und gucken dass du mit mir nach Hause kommst.

00:33:58: Wie auch immer

00:33:58: ja.

00:34:00: Also hier nochmal deutlich erhöhte Präsenz.

00:34:03: Wenn es problematisch wird, kommen wir eigentlich immer näher und näher.

00:34:08: Wir haben gesagt dass wir bei den Beispielen nicht zu tief einsteigen weil das wirklich noch mal eine eigene Folge werden kann und muss.

00:34:17: also da dürft ihr in einer nicht der nächsten aber einer der nächsten Folgen nochmal drauf gespannt sein.

00:34:23: Da werden wir nochmal mehr dazu sagen.

00:34:27: Also darum geht es wirklich, also als Eltern aber wirklich auch Netzwerk zu schauen was ist jetzt zu tun und da wirklich auch einzugreifen.

00:34:39: Und bei sich zu sein und natürlich zu wissen im Zweifelsfall bleibt der Jugendliche weg und ich habe die Eltern durch telefoniert und ich bin quer durch Stadt Viertel gerannt und hab ihn nicht gefunden Ertält ihn das natürlich, wenn er zurückkommt und formuliert eine Ankündigung.

00:34:56: Aber das bedeutet ja nicht dass das Verhalten komplett weg ist also da mehr bei sich zu bleiben und behalig dabei zu sein diese Maßnahmen zu ergreifen aber eben auch deutlich zu machen dass sie ergriffen werden müssen

00:35:10: um Wiederholung zurückzukommen auf Stufe zwei und im besten Fall wieder auf Stufer eins zu kommen.

00:35:15: die offene Aufmerksamkeit Und jetzt hast du gerade was angesprochen, da würde ich gerne nochmal reingehen wollen.

00:35:23: So mit Blick auf die Uhr, weil wir es relativ am Ende der Folge schon angelangt sind diese drei Stufen der wachsamen Sorge können wir eben anwenden, um zu gucken ja ist ein Steuerungsinstrument wo stehen wir denn eigentlich gerade und in welcher Stufe tu ich eigentlich?

00:35:46: war es?

00:35:47: Stufe drei?

00:35:47: wie das aussieht das werden wir gesondert behandeln.

00:35:51: Und diese wachsamen Sorge kann auch eine wachsame selbst für Sorge sein.

00:35:57: Das heißt ich kann das auch total gut auf mich selber anwinden.

00:36:01: Wo wird's grad für mich kritisch?

00:36:04: Und hier würde ich gerne so ein bisschen den Bogen für die nächste Folge eröffnen und gern einen Beispiel nennen.

00:36:11: Ich hoffe, meine Tochter ist okay damit aber ich glaube schon es eigentlich eine ganz nette in den allermeisten Fällen.

00:36:19: Sie fährt jetzt gerade mit dem Fahrrad immer in die Schule und das macht sie relativ neu.

00:36:25: Das sind Maises vielleicht eine Viertelstunde?

00:36:27: Ich bin selber auch Fahrradfahrerin und manchmal weiß ich wie der Verkehr ist Verkehrsteilnehmten und habe dann eine Sorge.

00:36:36: Und das ist auch mein Job als Mamadag irgendwie zu gucken, ihr zu sagen hast du ein Helm auf?

00:36:41: Hast es Licht an?

00:36:42: Fahr vorsichtig!

00:36:43: Also das mache ich auch jeden Tag fünfmal, dass ich sage fahr bitte vorsichtig Und so ein bisschen würde ich Sie auch gerne tracken wollen, um zu schauen okay wo ist sie denn eigentlich gerade?

00:36:54: Aber Vorsicht!

00:36:56: Weil jetzt bin ich nämlich für mich verunsichert.

00:36:59: Also ich bin nicht auf Stufe eins und sage ok ich kann ihr vertrauen oder kann eine mir vertrauen dass ich sage ich komme mit dieser Situation gut zurecht Und da weiß ich nicht, entweder bin ich auf Stufe zwei oder auf Stufer drei, dass sich so ein bisschen Herzklopfen kriege.

00:37:14: Oh Gott, hoffentlich geht es meiner Tochter gut!

00:37:16: Hoffentlich kriegt die das gut hin.

00:37:18: aber ich bin für mich im Stress und ich muss für mich gucken wenn ich auf Stufe drei bin, jetzt wird's für mich gefährlich.

00:37:26: Ich kanns kaum aushalten.

00:37:29: gut für mich sorge, dass ich gut mit mir in Kontakt bin und vielleicht für mich selber eine einseitige Maßnahme mache und sage jetzt legst du das Handy weg und guckst sicherlich nicht drauf wo die sich gerade befindet.

00:37:41: Also wo sind wir denn eigentlich?

00:37:43: Sondern jetzt machst was weiß ich irgendwas anderes damit ich persönlich das schaffe wieder auf Stufe eins zu kommen.

00:37:49: also das finde ich kann man eben gut auf sie selber anwenden.

00:37:54: Und das wäre so ein bisschen der Bogen, den ich schlagen würde.

00:37:58: zur nächsten Folge.

00:38:02: Da haben wir auch eine Rückmeldung gekriegt, Saskia von einer Hörerin die gesagt hat naja ist ja alles ganz schön was wir hier so erzählen aber es ist eigentlich wenn's Migratz so schlecht geht dass sich das nicht umsetzen kann.

00:38:16: Und da hatten wir gesagt, dass wir nächstes Mal eben noch mehr zu.

00:38:20: wie reguliere ich mich selber?

00:38:22: Wie geht auch Koglregulation dazu mehr machen um zu schauen.

00:38:27: Wie kann ich das selber persönlich wieder in meine Kraft und wie kann ich es auch im Kontakt mit meinem Kind oder beim Jugendlichen dann handhaben?

00:38:37: Genau, weil letztendlich muss man ja schon sagen dann weiß ich nicht wie es dir geht aber mir geht's oft schon auch so.

00:38:43: Das alles was wir hier machen kostet auch Kraft und kostet Mut.

00:38:48: Es ist schon zeitweise anstrengend und das geht natürlich auch an die Kapazitäten Präsenz zu sein und je nachdem wo wir in den Stufen sind noch mehr präsent zu sein.

00:39:00: Und da ist eben die Selbstfürsorge nicht weit und selbst Regulationen, und die Co-Regulation.

00:39:06: Genau das aber zum nächsten Mal.

00:39:08: Saskia was meinst?

00:39:09: Haben wir soweit alles Wichtige besprochen, was diese wachsames Sorge angeht?

00:39:14: Ich glaube wir haben im ersten guten Überblick gegeben.

00:39:19: Keine Sorge!

00:39:20: Das ist natürlich etwas, was nicht komplett trennscharf ist... wo man immer wieder paar Schritte zurückgehen muss und zu überlegen, wo stehen wir jetzt da eigentlich?

00:39:32: Das ist nicht in zwei Sekunden getan auch für Menschen die sich damit schon länger beschäftigen.

00:39:39: Nicht immer zumindest!

00:39:40: Und das ist sicher ein Konzept auf dass wir wieder zurückgreifen werden.

00:39:45: Somit würde ich sagen genauso stehe ich auch dazu und würde dann hier mit so nach diesem ersten Überblick für heute beenden Und würde gerne nochmal kurz an unsere Hörerinnen und Hörern den Hinweis geben.

00:40:03: Nimmt gerne Kontakt zu uns auf halloetstarkundna.de, stellt Fragen und wir freuen uns natürlich über positive Bewertungen auf den eingängigen Plattformen und wird jetzt sagen ja danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

00:40:23: Danke auch von mir und bis in einem Monat.

00:40:26: Tschüss!

00:40:28: An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bedanken, und zwar bei meinen Kindern die ab dieser Folge den Schnitt übernehmen werden.

00:40:37: Herzlichen Dank euch beiden.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.